Schwangere bekam Herzinfarkt und fiel 10 Monate ins Koma

Christina Rosi rief nach ihrer Mama, als sie aufwachte

Christina Rosi fiel ins Koma, als sie im siebten Monat schwanger war.
Christina Rosi fiel ins Koma, als sie im siebten Monat schwanger war.
© Gabriele Succi

14. Juni 2021 - 12:05 Uhr

Das erste Wort nach dem Aufwachen war "Mama"

Zehn Monate Stille und dann sagte sie ihr erstes Wort: "Mama". Cristina Rosi war im siebten Monat schwanger, als sie einen Herzinfarkt erlitt und ins Koma fiel. Noch am selben Tag holten die Ärzte ihr Baby per Notkaiserschnitt. Zehn Monate später ist die 37-Jährige aus Arezzo (Toskana) aus dem Koma erwacht und hat erfahren, dass sie Mutter der kleinen Caterina ist.

Ärzte retteten per Notkaiserschnitt das Leben des Babys

Das junge Pärchen schwebte im Juli 2020 im siebten Himmel. Cristina Rosi war im 7. Monat schwanger mit einem Mädchen. Ihr Ehemann Gabriele freute sich auf das Leben zu dritt. Und plötzlich schlug das Schicksal zu. Cristina bekam einen Herzinfarkt. Ab hier zählte für die Ärzte jede Sekunde. Denn weder die werdende Mutter, noch das Baby wurden mit Sauerstoff versorgt. Die Ärzte hatten keine andere Wahl: Nur durch den Notkaiserschnitt konnten sie das Leben des Babys retten. Schwere neurologische Schäden bei beiden waren die Folge, wie das Portal "La Nazione" berichtet. Cristina und ihre Tochter Caterina wurden ab dem Zeitpunkt voneinander getrennt.

Mutter und Tochter aus Italien haben sich noch nie gesehen

Bis heute sind sich Mutter und Tochter noch nie begegnet. Beide mussten in unterschiedliche Kliniken gebracht werden, wurden dort therapiert und an Geräte angeschlossen, die sie beatmeten und mit Nahrung versorgten. Noch zwei weitere Male habe Cristina nach dem Aufwachen in einer Innsbrucker Klinik "Mama" gesagt, schildert ihr Ehemann Gabriele Succi (42). Als wolle sie deutlich machen, dass sie zurück im Leben ist. "Eine wahre Freude nach so viel Leid", sagt der 42-Jährige.

Cristinas Mutter Mirella wachte am Bett der 37-Jährigen, als diese endlich wieder die Augen öffnete. Die berührenden ersten Worte ihrer Tochter seien für sie wie eine "Wiedergeburt" gewesen, erzählt Mirella unter Tränen.

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Cristina Rosis Ehemann sieht große Fortschritte

Gabriele Succi
Gabriele Succi ist überzeugt, dass seine Frau und seine Tochter den Weg zurück ins Leben finden.
© Gabriele Succi

Auf dem Weg zurück ins Leben macht Cristina Rosi dem Bericht zufolge in Innsbruck ein neurologisches Rehabilitationsprogramm. "Die Ärzte wollen sie wieder auf die Beine stellen und sind überzeugt, dass Cristina das packt", sagt ihre Mutter Mirella. Auch Gabriele ist überzeugt, dass seine Frau den Kampf gewinnt: "Ihre Fortschritte heute wirken im Vergleich zu dem, was noch vor wenigen Monaten war, wie ein Wunder."

Gabriele Succi hofft auf "Gofundme"-Spenden

Um die teuren Therapien bezahlen zu können, hofft der 48-Jährige auch auf Spenden über die Plattform "Gofundme". Auch die kleine Caterina brauche rund um die Uhr Hilfe. "Meine Frau und meine Tochter verdienen die bestmögliche Behandlung", sagt Gabriele Succi. (bst/mca)