Morddrohungen, Reisen auf seinen Namen gebucht, unzählige Nachrichten geschrieben

Irrer Stalker verfolgt Mann seit 2 Jahren: "Psychisch ein immenser Druck"

24. Mai 2019 - 17:23 Uhr

Seit zwei Jahren verfolgt

Frank Musenbichler hat morgens eigentlich keine Lust mehr, zum Briefkasten zu gehen. Denn er weiß schon vorher, was er finden wird: Zeitungen, die er nicht bestellt hat und Rechnungen von Reisen, die er nicht gebucht hat. Seit zwei Jahren wird der Nachhilfelehrer aus Judenburg in Österreich von einem Stalker verfolgt, der Dinge auf seinen Namen bestellt. Wie sehr er darunter leidet, zeigen wir im Video.

"Es ist ein immenser finanzieller Schaden entstanden"

Um die acht Stunden braucht Frank Musenbichler am Tag für die Stornierungen der Bestellungen. "Es ist ein immenser finanzieller Schaden entstanden. Mein Auto ist zweimal ruiniert worden. Es ist natürlich psychisch ein immenser Druck", sagte er. Ruhig schlafen könne er schon lange nicht mehr. Mittlerweile habe er über 200.000 Screenshots von Nachrichten und Kommentaren als Beweismaterial gesammelt, die er von dem unbekannten Stalker erhalten habe. Mit ihnen hofft er, dem Täter oder der Täterin auf die Spur zu kommen.

Dafür hat Musenbichler jetzt den IT-Experten Aria Akhavan engagiert, der seinen Computer und sein Handy analysiert hat. "Es wurde ein Virus eingeschleust auf dem Handy von Frank. Und dadurch wurde er überwacht. Und Daten wurden übermittelt an den Angreifer", erklärte der Experte.

Psychologe glaubt an Täterin

Auch Psychologe Dirk Baumeier hat sich den Fall von Frank Musenbichler angesehen. Er hat einen Verdacht in Bezug auf den Täter: "Da würde ich eher sagen, dass es sich bei dem Stalker um eine Frau handelt. Denn Frauen neigen dazu, sehr viel mit Worten zu arbeiten. Und sehr ausführliche Textnachrichten sind oft das Signum einer Frau."

Laut Frank Musenbichler schließen die Ermittler auch nicht aus, dass es sich um mehrere Täter oder eben Täterinnen handeln könnte. Auf Hinweise, die zum Stalker führen, ist eine Belohnung ausgesetzt.