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Irre Chaosfahrt in Osnabrück: Mann (33) kassiert zehn Strafverfahren in einer Nacht

Schneise der Verwüstung in Osnabrück

Irre Chaosfahrt: Mann (33) kassiert zehn Strafverfahren in einer Nacht

Im Drogenrausch baute der 33-Jährige nicht nur mehrere Unfälle, sondern biss sogar einen Notarzt.
Im Drogenrausch baute der 33-Jährige nicht nur mehrere Unfälle, sondern biss sogar einen Notarzt. (Symbolbild)
Pixabay

Actionfilm-Szenen auf den Straßen von Osnabrück: Ein 33-Jähriger crasht gegen eine Hauswand, flüchtet, bricht in ein anderes Haus ein und randaliert dort. Bei seiner Festnahme bricht er zusammen, muss sogar reanimiert werden und beißt danach dem Notarzt in den Arm. Klingt wie im Film? Ist aber wirklich passiert und nur die halbe Story.

Nach Hauswand-Crash flüchtet er zu Fuß

Einmal von vorne: In der Nacht zu Sonntag geht gegen 2 Uhr bei der Polizei Osnabrück ein Notruf ein- ein Auto sei gegen eine Hauswand gefahren. Als Polizisten am Unfallort ankommen, finden sie zwar ein stark beschädigtes Auto, aber vom Fahrer fehlt jede Spur, wie die Polizei berichtet. Prompt folgen weitere Notrufe: Ein Mann randaliere im Hausflur eines Mehrfamilienhauses- es ist der 33-jährige, der gerade den Unfall gebaut hatte. Bei seiner Festnahme wehrt er sich laut Polizei heftig, tritt einem Beamten sogar ins Gesicht. Doch dann bricht er plötzlich zusammen.

Randalierer beißt Notarzt

 Weil der Randalierer zusammengebrochen ist, musste ein Notarzt kommen. (Symbolbild)
Weil der Randalierer zusammengebrochen ist, musste ein Notarzt kommen. (Symbolbild)
www.imago-images.de, imago images/Christian Spicker, Christian Spicker via www.imago-images.de

Die Beamten müssen den Mann für ein paar Sekunden reanimieren, dann kommt er wieder zu sich. Und das offenbar so sehr, dass der 33-Jährige dem dazugekommenen Notarzt in den Arm beißt, so die Polizei Osnabrück. Schließlich wird der Randalierer in ein Krankenhaus gebracht, während die Beamten herausfinden, was zuvor alles schon passiert war- denn bei dem einen Unfall ist es nicht geblieben.

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Kein Führerschein, aber gefälschte Ausweise

Es stellt sich heraus, dass der 33-Jährige mit seinem Leihwagen offenbar im Drogenrausch eine Chaosfahrt hinter sich hat: Gestartet auf einem Hotelparkplatz, fuhr er vor dem Hauswand-Crash zunächst gegen ein Auto, eine Ampel, einen Holzschuppen und eine Schranke, zählt die Polizei auf. Einen Führerschein soll der Mann auch nicht haben. Dafür aber mehrere augenscheinlich gefälschte Ausweise, wie die Polizei in seinem Hotelzimmer feststellt.

Drogen im Hotelzimmer

In seinem Hotelzimmer findet die Polizei außerdem, wie sie sagt „eine größere Menge mutmaßlicher Betäubungsmittel“, also einen Haufen Drogen. Vor Ort ist auch die Freundin des Festgenommenen, beide haben keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Auch die 32-Jährige wird von den Beamten vorerst festgenommen. Knapp zehn Strafverfahren werden in dieser Nacht gegen den 33-jährigen Mann eingeleitet. Das vermeintliche Happy End in dieser Geschichte, zumindest für das Pärchen: Die beiden wurden nach den Vernehmungen wieder freigelassen, ihre gefälschten Ausweise durften sie aber nicht wieder haben. (mba)