Vom Halbbruder und Cousins getötet

Iran: 20-Jähriger geköpft, weil er schwul war

Alireza Fazeli-Monfared wurde von seinen eigenen Verwandten getötet.
Alireza Fazeli-Monfared wurde von seinen eigenen Verwandten getötet.
© Instagram/Alireza Fazeli-Monfared

12. Mai 2021 - 9:42 Uhr

Alireza Fazeli-Monfared (20) wurde mutmaßlich am 4. Mai von seinem Halbbruder und zwei Cousins im Iran geköpft. Die Tat ereignete sich in dem Dorf Borumi, nahe der Stadt Ahvaz in der Provinz Chuzestan, wie internationale Medien berichten. Der Grund war offenbar, dass Alireza Fazeli-Monfared schwul war.

Ein Brief des Militärs hatte Alireza Fazeli-Monfared verraten

Das iranische Militär hatte offenbar entschieden, dass Alireza Fazeli-Monfared keinen Wehrdienst verrichten müsse, weil er schwul sei – und dies dem jungen Mann in einem offiziellen Brief mitgeteilt. Diesen Brief sollen Angehörige gesehen und so von der sexuellen Orientierung des jungen Mannes erfahren haben.

Die Täter benachrichtigten die Mutter des Opfers

Der Halbbruder und die zwei Cousins holten Alireza Fazeli-Monfared am Abend des 4. Mais ab, mit der Begründung, dass sein Vater mit ihm sprechen wolle. Sie fuhren mit ihm zu dem Dorf Borumi und enthaupteten ihn dort. Den Berichten zufolge riefen die Täter danach die Mutter des Opfers an und erklärten ihr, wo sie die Leiche ihres Sohnes finden würde. Inzwischen sollen die Täter verhaftet worden sein.

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Alireza Fazeli-Monfared plante seine Flucht nach Europa

Im Iran kann Homosexualität auch offiziell mit dem Tod bestraft werden. Der junge Mann wusste natürlich, dass er in großer Gefahr war. Er plante offenbar seine Flucht in die Türkei und dann nach Europa.

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