Vater und Tochter sprechen über Sexleben

Inzest-Fall: Ich verliebte mich in meinen biologischen Vater und bekam mit ihm zwei Kinder

John Earnest Deaves und Jennifer Anne Deaves sind Vater und Tochter und haben dennoch zusammen zwei Kinder gezeugt.
John Earnest Deaves und Jennifer Anne Deaves sind Vater und Tochter und haben dennoch zusammen zwei Kinder gezeugt.
© Facebook/John Earnest Deaves

18. Mai 2022 - 10:46 Uhr

Die Schlagzeilen um die Beziehung von Jennifer Anne Deaves und ihrem Vater John Earnest Deaves sind schon rund 15 Jahre alt, doch australische Medien erinnern jetzt wieder an den Aufsehen erregenden Inzest-Fall. Vor allem die Aussagen der beiden zu ihrem Sexleben sorgen für Kopfschütteln.

Inzest verboten? "Es war mir egal"

Bekannt wurde die Beziehung der beiden Australier nach einem Gerichtsprozess im Jahr 2007. In einem 60 minütigen Interview erzählten sie nur ein Jahr später, wie sie zueinander gefunden haben.

Jennifer zog 2001 zu ihrem Vater John und dessen dritter Frau Dorothy. Zuvor ist sie ohne ein enges Verhalten zu ihrem Vater aufgewachsen. Die beiden kamen sich schnell näher. "Natürlich wusste ich, dass es falsch war, aber es war mir egal", erinnert sich John in der australischen TV-Sendung "60 Minutes". Scheinbar auch egal war ihm, dass die verbotene Beziehung zu seiner Tochter seine 12-jährige Ehe mit Dorothy zerstörte.

Die gab sich später selbst die Schuld an der Inzest-Beziehung ihres Ex-Mannes, da sie ihn ermutigt habe, wieder Kontakt zu seiner Tochter Jennifer aufzunehmen.

Lese-Tipp: Inzest – was ist erlaubt, was ist verboten?

Der Sex sei "absolut fantastisch" gewesen

In der Fernsehsendung gaben die beiden 2008 schonungslos Details ihrer Beziehung vor einem Millionenpublikum preis. Der Sex mit seiner Tochter sei "absolut fantastisch", sagte John. Seine Tochter Jennifer ergänzte, dass es wie "jede andere sexuelle Beziehung mit Männern sei" – und schien dabei zu verdrängen, mit wem sie das Bett teilte.

Zweimal wurde Jennifer von ihrem Vater schwanger. Das erste Kind starb nur wenige Tage nach seiner Geburt an einem angeborenen Herzfehler – keine Seltenheit, wenn die Eltern so nah verwandt sind. Das zweite Kind, eine Tochter kam gesund zur Welt. John ist somit gleichzeitig ihr Vater und Großvater, Jennifer ihre Mutter und Halbschwester.

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Wieso kommt es zu Inzest-Beziehung?

  • Wenn sich enge Verwandte ineinander verlieben, liegt laut Psychologen das Prinzip der "genetic sexual attraction" (z. dt.: genetische, sexuelle Anziehung) zugrunde. Laut eines Berichts des British Medical Journals ist sexuelle Anziehung zwischen Verwandten, die nicht miteinander aufgewachsen sind, keine Seltenheit.

Gericht sprach beide schuldig

Das Verhältnis der beiden beschäftigte 2007 ein australisches Gericht, denn dass die beiden Kinder bekommen haben, ist verboten. Das Gericht sprach beide schuldig. Teil der gerichtlich verhängten Strafe war eine 3-jährige Bewährung. Eine der Auflagen war, dass sie ihre sexuelle Beziehung beenden. Laut Medienberichten sollen sich der damals 61-Jährige und seine 39-jährige Tochter und Geliebte aber noch mindestens ein weiteres Jahr gedatet haben, bevor die Beziehung zerbrach, berichtet "The Sun".

In einem Statement kurz nach der Ausstrahlung des TV-Interviews schrieb Jennifer: "Uns war es wichtig, dass wir über "genetic sexual attraction" aufklären. Ich denke das haben wir geschafft." Neben vielen "erwarteten, negativen Reaktionen", habe sie auch positive Unterstützung erhalten, schreibt die "Brisbane Times" 2008. Damals plante Jennifer eine Stiftung, um die Forschung der psychischen Störung voranzutreiben. (lra)