Gefiederter Nachwuchs in Hamburg erwartet

Storch Fiete sitzt schon im gemachten Nest - fehlst nur noch du, liebste Erna!

Fiete wartet sehnsüchtig auf seine Erna.
Fiete wartet sehnsüchtig auf seine Erna.
NABU

von David Meyer-Wilmes und Michelle Seidel

Der Weißstorch Fiete ist nach Hamburg-Curslack zu seinem Nest zurückgekehrt. Dort bereitet er alles für seine Herzensdame Erna vor. Bei den Tieren erreicht das Männchen immer zuerst den „Horst“. Mit viel Herzblut und Geschick wird jeder Ast an die richtige Stelle gerückt. Erna muss sich also nur noch ins gemachte Nest setzen.

Über Webcam kann Internetstar Fiete beobachtet werden

Hausherr Ingo Grundmann, auf dessen Grundstück die Storche nesten, erklärt: „Sie fliegen ohne Navi und schaffen es immer wieder zu ihrem Horst zurückzukommen.“ Das Storchenpaar hat bereits im vergangenen Jahr am Ochsenwerder Norddeich in Hamburg-Curslack gebrütet und drei Jungtiere großgezogen. „Wir haben im Schnitt zwei bis vier Jungstörche hier gehabt“ sagt Grundmann. Interessierte können das Geschehen live mitverfolgen. Der Nabu hat etwa 40 Meter entfernt eine Webcam aufgestellt, über die das Brutgeschehen in Echtzeit ins Internet gestreamt wird. Wie viele Eier das Paar dieses Mal legt, wissen, wenn überhaupt, bisher aber nur die beiden selbst.

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Sehnsucht nach Erna ist groß

Der Horst wird jedes Jahr wieder von Fiete und Erna bewohnt.
Der Horst wird jedes Jahr wieder von Fiete und Erna bewohnt.
RTL

Zurzeit wartet Fiete noch sehnsüchtig auf seine Erna. Sobald diese eintrifft, beginnt augenblicklich die Paarungszeit. Weißstörche brüten einen Monat lang, wobei auf Teamwork gesetzt wird. Beide Partner wechseln sich ab, bis der Nachwuchs schlüpft und die Nestlingszeit beginnt. Diese dauert etwa zwei Monate und verlangt viel von den Elterntieren ab. Je einer von ihnen bleibt bei den Jungtieren, während sich der andere auf Nahrungssuche begibt. Bis es soweit ist, baut Fiete solange fleißig weiter an dem gemütlichen Eigenheim.

Bleibt zu hoffen, dass Erna sich bald blicken lässt, denn Ingo Grundmann erklärt: „Wenn sie erst Anfang April hier eintrudelt, dann müssen sie sich natürlich ein bisschen beeilen, dass sie die Jungen noch groß kriegen.“ Im August steht nämlich schon wieder die Abreise ins warme Afrika an.