Software ermittelt Koordinaten

Ingenieur findet genaue Absturzstelle von Flug MH370 - hat er recht?

Mitglieder der australischen Marine suchen nach dem Wrack des Flugs MH370. (Archivbild)
Mitglieder der australischen Marine suchen nach dem Wrack des Flugs MH370. (Archivbild)
© REUTERS, HANDOUT

01. Dezember 2021 - 16:56 Uhr

Rätsel um Flug MH370 nach sieben Jahren endlich gelöst?

Der britische Ingenieur Richard Godfrey ist sich sicher: Die Boeing 777-200 der Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord ist rund 2.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth im Indischen Ozean abgestürzt. Die Suchtrupps bringen sich bereits in Stellung, heißt es. Wenn er recht hat, könnte das Rätsel um Flug MH370 endlich gelöst werden.

Expertenteam kann Flugroute rekonstruieren

Trümmer MH370
Trümmer der Boeing 777 von Flug MH370: Erste Spur nach 508 Tagen.
© dpa, Raymond Wae Tion

Luft- und Raumfahrtingenieur Richard Godfrey hat laut dem australischen Sender "7 News" die genauen Koordinaten der Absturzstelle von Flug MH370 dank einer neuartigen Ortungstechnologie ermitteln können.

Die Maschine der Malaysia Airlines von Kuala Lumpur nach Peking sei am 8. März 2014 kurz nach 1 Uhr (MEZ) auf 33.177° S und 95.300° O. abgestürzt, behauptet der Brite. Nach seinen Berechnungen müsste die Maschine demnach im Indischen Ozean in rund 4.000 Metern Tiefe liegen, im Broken Ridge Plateau. Die Gegend sei von Schluchten und einem Unterwasservulkan umgeben.

Godfrey berechnete den genauen Aufschlagspunkt mit Daten aus dem Funknetz "WSPRnet" und dem Satellitenkommunikationssystem. "Wir haben viele Daten von Satelliten, der Ozeanografie, Driftanalysen und des Hightech-Systems übereinander gelegt", so der Ingenieur. Er sei "sehr zuversichtlich", die genaue Stelle gefunden zu haben. Dass ihm das gelingen könnte, hatte er bereits Ende Oktober angekündigt.

Britischer Ingenieur geht von "Terrorakt" aus

FILE PHOTO: Catherine Gang, whose husband Li Zhi was onboard the missing Malaysia Airlines flight MH370, holds a banner as she walks outside Yonghegong Lama Temple after a gathering of family members of the missing passengers in Beijing March 8, 2015
MH370-Tragödie: Können die offenen Fragen jemals geklärt werden?
© REUTERS, Kim Kyung Hoon, KKH/gs /DH

Godfrey hat aber nicht nur die vermeintliche Absturzstelle berechnen können. Laut "7 News" hat er auch eine Vermutung zur Ursache. Er glaubt, dass Pilot Zaharie Ahmad Shah die Maschine in einem "terroristischen Akt" abstürzen ließ. "Er wollte das Flugzeug an einem der entlegensten Orte der Welt verschwinden lassen", so Godfrey. Die Behörden haben diese Vermutung bislang nicht bestätigen können. Die Theorie ist aber nicht neu. Schon frühen wurde vermutet, dass der Pilot Suizid begangen haben könnte.

Das US-Unternehmen "Ocean Infinity" hat bereits angekündigt, die Suche nach dem Wrack an der angegebenen Stelle wieder aufzunehmen. (mor)