Catcalls sind keine Komplimente

Influencer unterstützen Petition gegen Catcalling– doch was ist das überhaupt?

Männer, die Frauen unangebrachte, sexuelle Sprüche hinterherrufen- ein Problem, das sich Catcalling nennt.
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28. August 2020 - 11:11 Uhr

Was ist Catcalling?

Obszöne Pfiffe oder sexuelle Bemerkungen von fremden Männern auf der Straße – ein Problem, das viele Frauen kennen und gelernt haben zu ignorieren. Doch immer mehr finden, es ist Zeit, etwas daran zu ändern, anstatt nur wegzuschauen. "Es ist 2020. Catcalling sollte strafbar sein" ist der Name der Online-Petition, die bereits eine Reihe von Influencerinnen im Netz geteilt und supported haben. Doch was genau ist Catcalling eigentlich?

„Ey Blondie, komm doch mal rüber“

Bei Catcalling handelt es sich um verbale, sexuelle Belästigung. Dabei geht es insbesondere um die Alltagssituation, in der Männer auf der Straße Frauen und ihre Körper mit übergriffigen und sexuellen Sprüchen kommentieren. In den meisten Fällen wollen die Täter die Aufmerksamkeit des vorbeigehenden Mädchens erregen, um vor anderen männlichen Gleichaltrigen zu prahlen. Die Online-Petition macht klar: "Catcalls sollten nicht mit Komplimenten verwechselt werden." Wenn also ein Mann Sprüche wie "Ey Blondie, komm doch mal rüber" oder Kuss- und Pfeifgeräusche von sich gibt, dann sind das keine nett gemeinten Annäherungsversuche, sondern "vielmehr das Ausnutzen von Dominanz und Macht."

Catcalling ist nicht strafbar

Im Gegensatz zu sexueller Belästigung, bei der sexuell bestimmter Körperkontakt vorausgesetzt wird, ist Catcalling keine Straftat. Um das Problem in den Griff zu bekommen, sollte sich das ändern, finden die Verfechter der Petition und schlagen vor: "Catcalling-Fälle können zum Beispiel wie Ordnungswidrigkeiten mit Bußgeldern bestraft werden. Diese sind leichter und schneller abzuwickeln als Straftaten und haben somit höhere Chancen auf Erfolg."

Im Video: Laura Karasek spricht über sexuelle Belästigung in Form von Dick Pics & Co