Leiche lag auf dem Balkon

63-Jähriger tötet Ex-Frau mit sieben Messerstichen

ARCHIV - SYMBOLBILD - Ein Polizeifahrzeug steht am 22.06.2015 in Freiburg (Baden-Württemberg) mit Blaulicht auf der Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa (zu lsw: «Mädchen mehrfach vergewaltigt - Verdächtige in Untersuchungshaft» vom 07.01.2015) +++(c) dp
63-Jähriger meldet sich wegen eines vermeintlichen Überfalls bei der Polizei, dabei hat er mutmaßlich seine Ex-Frau getötet (Symbolbild).
dpa, Patrick Seeger

Er ruft selbst die Polizei und behauptet er wurde ausgeraubt. Dabei soll der 63-Jährige Husumer am Dienstag sieben Mal auf seine Ex-Frau eingestochen haben. Zuvor wurde die Frau als vermisst gemeldet.

Einen Tag nach dem vermeintlichen Raub verschwindet seine Ex-Frau

Am Mittwoch meldet sich ein 63-Jähriger Mann bei der Polizei und erzählt, dass er ausgeraubt geworden sei. „Tatsächlich hatte er versucht, sich selbst das Leben zu nehmen und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht, wo er intensivmedizinisch versorgt werden musste“, so die Polizei Husum.

Einen Tag später, am Mittwochmorgen wird seine Ex-Frau als vermisst gemeldet. Die Suche nach ihr führt die Beamten letztlich auf den Balkon des 63-Jährigen: Dort finden sie auch die Leiche der 71-Jährigen.

Staatsanwaltschaft erlässt Haftbefehl gegen den Husumer

Schnell fällt der Verdacht auf den Ex-Ehemann. Siebenmal soll der Husumer auf sie eingestochen haben, wie die Obduktion der Leiche durch die Rechtsmedizin Kiel ergibt. Die Staatsanwaltschaft Flensburg ermittelt nun wegen des dringenden Verdachts auf Totschlag. Seit Freitag befindet sich der 63-Jährige in Untersuchungshaft. Warum der Mann seine Ex-Frau mutmaßlich getötet haben könnte, muss noch ermittelt werden. (anr)