Der Mischling war kein Unbekannter

Lebensgefährlicher Angriff auf Kleinkind: Hund "Rocky" hat bereits zum 2. Mal zugebissen

"Rocky" hat bereits zum zweiten Mal zugebissen.
"Rocky" hat bereits zum zweiten Mal zugebissen.
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Warum ist bloß damals nichts passiert? Nach den lebensgefährlichen Bissen ins Gesicht und in den Kopf einer Zweijährigen in Hamburg-Rahlstedt gibt es jetzt neue, brisante Informationen über Hund „Rocky“: Er hat 2019 schon mal ein 7-Jähriges Mädchen in Hamburg-Wandsbek gebissen!

Bezirksamt wusste nicht, dass "Rocky" wieder in Hamburg war

„Erst aufgrund des Vorfalls in dieser Woche wurde bekannt, dass der Hund weiterhin in Hamburg gehalten wurde. Die Sicherstellung und Einziehung des Hundes wurden durch das Bezirksamt Wandsbek angeordnet“, so Jacob Löwenstrom vom Bezirksamt Hamburg.

Der Hund wurde nämlich zwischenzeitlich an einen anderen Halter in Schleswig-Holstein abgegeben: Löwenstrom: „Das örtlich zuständige Amt in Schleswig-Holstein wurde dann jetzt über den Halterwechsel und den Beißvorfall informiert und stufte den Hund als „gefährlich“ ein.

Bei dem Tier handelt es sich um einen Old English-Bulldogge-Mischling. Diese Rasse zählt nicht zu den gefährlichen Rassen nach dem Hamburger Hundegesetz. Anhand einer genotypischen Untersuchung sollen nun jedoch weitere mögliche Rassen geklärt werden.

Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung

Bis zu dem tragischen Vorfall hatte das Bezirksamt keine Kenntnis darüber, dass sich der Hund im Bezirk Wandsbek aufgehalten halt. Der Hund wurde dann jetzt am 7.6. auf Grundlage von § 23 Absatz 11 Hundegesetz eingeschläfert.“ Der Besitzer des Hundes ist ein Onkel des Mädchens, der in Schleswig-Holstein lebt. Seine Verwandten betreuten das Tier - er selbst befindet sich im Urlaub. Die Polizei ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den Halter, die Mutter und die Großmutter des Kindes. Warum der Hund das Mädchen angegriffen hat, ist weiterhin unklar (kst)