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HSV - Bakery Jatta wohl endgültig freigesprochen - "Staatsanwaltschaft in die Schranken gewiesen"

Aufatmen beim HSV

Bakery Jatta freigesprochen - "Staatsanwaltschaft in die Schranken gewiesen"

 Hamburger SV Training Hamburger SV Training 02.12.2020 am Volksparkstadioin Bakery Jatta Hamburger SV *** Hamburger SV Training Hamburger SV Training 02 12 2020 at Volksparkstadioin Bakery Jatta Hamburger SV
Bakery Jatta vom HSV
www.imago-images.de, IMAGO/Michael Schwarz, IMAGO/ABS Michael Schwarz

Aufatmen beim HSV und bei Bakery Jatta: Das Amtsgericht Hamburg-Altona wird kein Verfahren gegen den Zweitligaprofi eröffnen. Nach Auffassung des Amtsgerichts besteht "keine überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Angeschuldigte über seine Identität getäuscht hat". Weitere Ermittlungen gegen den 23 Jahre alten Gambier wurden nicht veranlasst.

"Das Gericht hat bestätigt, was wir immer gesagt haben"

Das Amtsgericht sieht "nach dem vorliegenden Ermittlungsergebnis keinen hinreichenden Tatverdacht gegen den Angeschuldigten", heißt es in einer Mitteilung des Hanseatischen Oberlandesgericht, die dem Sportinformationsdienst (SID) vorliegt. Das Hamburger Abendblatt hatte zuerst über die Entscheidung berichtet.

"Die Bild-Zeitung und die Staatsanwaltschaft wurden deutlich in die Schranken gewiesen", sagte Jattas Anwalt Thomas Bliwier dem SID: "Das Gericht hat bestätigt, was wir immer gesagt haben: Es gibt keinen Verdacht gegen Herrn Jatta." Die Hamburger Staatsanwaltschaft kann noch Beschwerde gegen die Entscheidung einlegen.

Die Strafverfolgungsbehörde hatte Jatta im Dezember Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz und mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen und mitgeteilt, dass der Profi nach Auffassung der Staatsanwaltschaft eigentlich Bakary Daffeh heiße.

2019 waren Zweifel an Jattas Identität aufgekommen

Da laut Amtsgericht gesicherte Erkenntnisse zu dem der Person Bakary Daffeh zugeschriebenen Geburtsdatum fehlen und der als echt anzusehende Reisepass sowie die Geburtsurkunde des Angeschuldigten massiv für dessen Einlassung sprechen, ließe sich nach Überzeugung des Gerichts "der Nachweis der Benutzung eines unrichtigen Geburtsdatums hochwahrscheinlich nicht führen und wäre der Angeschuldigte im Ergebnis mangels Beweises von den Tatvorwürfen freizusprechen".

2019 hatte der "Fall Jatta" bundesweit für viel Aufsehen gesorgt. Die „Sport Bild“ hatte mit einem Bericht Zweifel an Jattas Identität aufgeworfen und berichtet, dass der Offensivspieler zweieinhalb Jahre älter sein könne als angenommen.

Die darauffolgenden Ermittlungen führten zu keinem Ergebnis. Jatta sprach von einer "Hexenjagd" und bedankte sich bei den Verantwortlichen des HSV, die ihn stets stützten. (sid/lgr)