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Hilft viel Putzen gegen Corona? Worauf Sie beim Frühjahrsputz jetzt achten müssen

Doch wie sinnvoll ist Putzen jetzt?

Frühjahrsputz gewinnt in Corona-Krise an Bedeutung

ARCHIV - 04.03.2019, Berlin: ILLUSTRATION - Ein Mann putzt in Gummihandschuhen eine Glasoberfläche. Im Hintergrund stehen diverse Putzmittel (gestellte Szene). Die Tradition des Frühjahrsputzes hat auch heute noch ihren Sinn - besonders angesichts de
Corona-Krise - Frühjahrsputz
skm fgj, dpa, Monika Skolimowska

Hilft viel Putzen gegen Corona?

Im Moment verbringen wir gezwungenermaßen viel Zeit zu Hause - und plötzlich fällt manchem auf, wie schmutzig alles ist. In den Ecken hängen Spinnenweben, Türen und Fenster sind mit Fingerabdrücken übersät. Vor allem wegen Corona ist es höchste Zeit für einen gründlichen Frühjahrsputz, oder? Oder macht übertriebene Hygiene vielleicht doch keinen Sinn?

Was Experten zum Corona-Putz sagen

Wegen der Corona-Pandemie muss niemand aus hygienischen Gründen in Putzwahn verfallen. "Die ganze Wohnung regelmäßig und flächendecken mit Desinfektionsmitteln zu reinigen, ist auch bei der aktuellen Corona-Diskussion nicht erforderlich, ja sogar schädlich für Mensch und Umwelt", warnt Heinz-Jörn Moriske vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. Viele Putzmittel versprechen, gleichzeitig Pilze, Viren, Fett und Kalk zu beseitigen. Doch die keimtötende Wirkung kann dem Menschen schaden und zu Atemwegsbeschwerden, Ekzemen oder Allergien führen. Auch kaputte Haut, besonders an den Händen, ist oft auch vorprogrammiert. Daher: Tragen Sie grundsätzlich Handschuhe. Wie Sie umwelt- und gesundheitsfreundlich putzen, erfahren Sie hier.

Wegen der Corona-Pandemie sei es zurzeit besonders wichtig, Türgriffe und häufig angefasste Oberflächen regelmäßig abzuwischen , denn dort haften die Viren tagelang. Vor allem Spülmittel hat sich bisher in Tests als sehr effektiv erwiesen. Die enthaltenen Fettlöser greifen die Hülle des Coronavirus an und zerstören es damit. Ansonsten gilt: Häufiger als sonst wischen, regelmäßig und gründlich Händewaschen und auch bei Tüchern und Putzlappen Hygienemaßnahmen walten lassen. Dann hat das Coronavirus im Haushalt kaum eine Chance. Sie brauchen also nicht besonders teures oder spezielles Putzmittel kaufen, um gegen das Virus anzukommen.

Mit heiler Haut durch den Frühjahrsputz

"Ein sauberes Heim ist immer wichtig, für Allergiker und abwehrgeschwächte Personen sowieso, aber auch für Gesunde", sagt Experte Moriske. An den Staub können sich seinen Angaben nach Giftstoffe und Mikroorganismen wie Pilze und Bakterien heften. Wegen der Corona-Pandemie sei es zurzeit besonders wichtig, Türgriffe und häufig angefasste Oberflächen regelmäßig abzuwischen und täglich zu lüften. Vor allem auch saubere Lichtschalter, die WC-Spülung und Wasserhähne sind wichtig. Und: "Lüften hilft, eventuell beim Niesen freigewordene Viren gleich nach draußen abzutransportieren, bevor sich andere im Haushalt anstecken", betont der Umwelthygieniker.

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