Große Sorge um Familie gehabt

18 Tonnen Gülle fluten Keller nach Unfall: "Die Kinder waren sehr erschreckt!"

08. April 2021 - 19:40 Uhr

Lauter Knall stört das Abendessen

Rudolf Lode (76) wird am Mittwochabend beim Abendessen mit seiner Familie von einem Knall gestört. Er läuft zur Tür und sieht eine Flüssigkeit auf sein Haus zuströmen. Seine Tochter ruft Polizei und Krankenwagen, gemeinsam beruhigen sie seine Enkel und untersuchen dann die Unfallstelle: Ein Güllelaster ist auf den Carport des Hauses gestürzt. Der Fahrer des Traktors ist leicht verletzt.

Im Keller steht die Gülle 40 bis 50 Zentimeter hoch

Die Schäden nach dem Unfall in Horstmar (Nordrhein-Westfalen) sind gewaltig: Drei Fahrzeuge sind völlig zerstört und die übelriechende Flüssigkeit verteilt sich über das Grundstück. Im Keller steht die Gülle teils bis zu 50 Zentimeter hoch.

Einsatzkräfte treffen ein und versorgen den verletzten Traktorfahrer. Die Feuerwehr kämpft gegen die Güllefluten – in der Nähe ist ein fließendes Gewässer, welches nicht verunreinigt werden darf. Mit Hilfe von Landwirten gelingt es schließlich, die Gülle abzupumpen und eine weitere Verbreitung zu verhindern. Ob eine Verseuchung oder Überdüngung vorliegt, wird durch Bodenproben untersucht.

Anwohner bewahrt die Fassung

Gülle läuft nach Unfall aus
Auf das Grundstück von Rudolf Lode ist ein Güllefass gekippt.

Im Interview beschreibt Herr Lode die erheblichen materiellen Schäden auf seinem Grundstück relativ gefasst. Was ihm allerdings deutlich nahe geht, ist die Tatsache, dass er sich mit seiner Familie wenige Stunden vorher am Carport aufgehalten hat. Nicht auszudenken, wenn der Unfall zu genau diesem Zeitpunkt erfolgt wäre. Deshalb spricht Herr Lode davon, dass er "Glück gehabt" hat.