Sicherheit für Vierbeiner

Haustiere im Auto transportieren: Darauf müssen Halter achten, damit es keine Strafen gibt

19. September 2019 - 8:09 Uhr

Im Video: Crashtest mit Hunde-Dummys

Ein schöner Waldspaziergang mit dem Hund, das ist für Frauchen und Herrchen etwas ganz Feines. Hin und zurück geht es meist mit dem Auto. Aber ist der Hund auch richtig gesichert? Denn das sollte man nicht nur aus Liebe zum Tier machen. Wer es unterlässt, dem drohen Strafen. Im Video zeigen wir anhand von Hunde-Dummys im Crashtest, wie bereits ein Unfall mit geringer Geschwindigkeit tödliche Folgen für den Vierbeiner haben kann - und wie man sie vermeidet.

Haustiere im Auto müssen gesichert werden

Für den Transport von Tieren im Auto gibt es in der Straßenverkehrsordnung (StVO) keine speziellen Vorschriften. Allerdings gelten Tiere im Verkehrsrecht als Ladung - und die muss nach § 22 StVO gesichert werden. Wer sein Tier im Auto nicht sichert, dem drohen Bußgelder zwischen 35 und 75 Euro:

  • Tiere nicht angemessen gesichert = 30 Euro Bußgeld
  • Tiere nicht angemessen gesichert mit Gefährdung = 60 Euro Bußgeld + 1 Punkt
  • Tiere nicht ausreichend gesichert mit Sachbeschädigung = 75 Euro Bußgeld + 1 Punkt

Verboten ist es übrigens auch, ein Tier vom Auto aus zu führen. Das steht ausdrücklich in § 28 StVO. Wer dagegen verstößt, dem droht ein Bußgeld von 5 Euro. Wer macht den sowas, könnte man meinen. In diesem Video zeigen wir, wie ein Hund neben dem Auto mitgeschleift wird - angeblich weil kein Platz mehr im Wagen war.

Hundetransportsysteme im Vergleich

Der ADAC hat Hundetransportsysteme fürs Auto verglichen. Empfohlen werden:

  • Transportboxen. Kleine Boxen für kleine Tiere können im Fußraum hinter den Vordersitzen verstaut werden. Spezielle Gitterboxen bieten die beste Sicherheit. Allerdings kann die Handhabung umständlich und die Eigenstabilität der Box unzureichend sein.
  • Hunde-Sicherheitsgurt. Die Handhabung ist einfach und die Verletzungsgefahr kann reduziert werden. Bei einem schweren Unfall besteht aber Verletzungsgefahr für das Tier und die Vorderinsassen des Fahrzeugs.
  • Trennnetz oder Trenngitter für den Laderaum. Guter Schutz für Insassen und Fahrer. Das Tier kann aber bei einem Unfall oder einer Vollbremsung aufschlagen und schwer verletzt werden.
  • Tiersicherheitssitz Doggy Safe. Den Sitz gibt es mit Isofix-Befestigung und er bietet laut ADAC große Sicherheit für Insassen und Tier, da der Hund nicht durchs Auto geschleudert werden kann. Das Tier muss allerdings an das Geschirr und den geringen Bewegungsraum gewöhnt werden.

Es gibt zu Sicherungssystemen für Tiere keine gesetzlichen Prüfvorschriften. Der ADAC empfiehlt, auf Crashtests oder DIN-Prüfungen zu achten.

Eine vernünftige Sicherung sollte jedem Tierhalter am Herzen liegen. Dann droht auch keine Strafe im Straßenverkehr.