Im Hauptbahnhof Osnabrück

23-Jährige von Bahnhofstreppe gestoßen und brutal attackiert

Die Bundespolizei hat ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Die Bundespolizei hat ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
© Bundespolizei

23. September 2021 - 14:35 Uhr

Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung

Eine junge Frau ist am Mittwochabend im Osnabrücker Hauptbahnhof eine Bahnsteigtreppe herabgestoßen und verletzt worden. Gegen die 26-jährige Angreiferin ermittelt jetzt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Angreiferin machte einen verwirrten Eindruck

Am späten Mittwochabend ging die 23-Jährige die Treppe zum Gleis 12 hinab. Dort sei der jungen Frau die 26-jährige spätere Angreiferin bereits aufgefallen, erzählt Ralf Löning von der Bundespolizei im RTL Nord Interview. "Die Angreiferin ist vorher schon von diesem selben Bahnsteig die Rolltreppe nach oben gefahren. Da war sie schon ein bisschen emotional", so Löning. Sie habe geschrien und geschimpft, "sie machte insgesamt einen verwirrten Eindruck." Oben angekommen, habe die 26-Jährige dann offenbar eine Kehrtwende gemacht und die 23-Jährige die Treppe heruntergeschubst.

Sie schlug den Kopf des Opfers auf den Boden

Die Bundespolizei hat ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
Die Bundespolizei hat ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
© Bundespolizei

Am Ende der Treppe sprang die 26-Jährige dann dem auf dem Boden liegenden Opfer auf den Rücken, griff ihr in die Haare und schlug ihren Kopf damit auf den Bahnsteigboden. Die 23-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie schwer sie bei dem Angriff verletzt wurde, konnte die Polizei bisher nicht bekanntgeben. "Nach erster Augenscheinname gestern wurden ihr ein paar Haare ausgerissen, der Kopf hat ordentlich gebrummt und sie hatte Verletzungen am Ellenbogen", so Löning.

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"Warum sie so emotional war, wissen wir nicht"

Nachdem sie nach dem Sturz zu sich gefunden habe, konnte die junge Frau das Geschehen schildern, Aussagen von Zeugen bestätigten ihre Aussage. "Was die 26-Jährige zu der Tat bewegt hat, warum sie so emotional war, das wissen wir nicht", erklärte Ralf Löning. Täter und Opfer hätten sich vorher nicht gekannt. Weitere Angaben zu den Personen machte die Polizei zunächst nicht.

Angreiferin von zwei Staatsanwaltschaften gesucht

Die Bundespolizei in Osnabrück hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die 26-Jährige eingeleitet. "Die Personalien stehen fest, wir haben die Daten, wir wissen wer das ist, wo sie wohnt. Jetzt wird erstmal weiter geschaut, was der Hintergrund gewesen ist. Das dauert natürlich ein paar Tage", so der Sprecher der Bundespolizei.

Darüber hinaus interessierten sich zwei Staatsanwaltschaften für den derzeitigen Aufenthaltsort der Frau. Sie hatten die 26-jährige Serbin zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. (lzi)