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Hasselroth: Staatsfeindliche Gruppe "Königreich Deutschland" eröffnet eigenen Supermarkt

Der Bürgermeister ist geschockt!

Staatsfeindliche Gruppe "Königreich Deutschland" plant eigenen Supermarkt

Staatsfeindliche Gruppe plant eigenen Supermarkt Der Bürgermeister ist geschockt!
01:58 min
Der Bürgermeister ist geschockt!
Staatsfeindliche Gruppe plant eigenen Supermarkt

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Seit dem 1. Mai steht für Hasselroths Bürgermeister Matthias Pfeifer die Welt auf dem Kopf. In seinem Ort soll ein eigener Supermarkt entstehen – von Reichsbürgern für Reichsbürger. Doch das ist nicht alles, denn der Supermarkt soll viel mehr ein Vernetzungsort für Anhänger des sogenannten „Königreich Deutschland“ werden, eine staatsfeindliche Organisation. Der Gegenwind im Main-Kinzig-Kreis ist groß: Keiner möchte die extreme Gruppe.

"Paradise Garden" - der Treffpunkt für staatsfeindliche Gruppen

Hasselroths Bürgermeister Matthias Pfeifer erfuhr von dem Bauprojekt in der Bahnhofsstraße durch einen Bürger. Der vermeintliche Supermarkt „Paradise Garden“ sollte schon bald ein Treffpunkt für die staatsfeindliche Organisation „Königreich Deutschland“ werden. „Das sind in meinen Augen Fantasten. Die wirken nach außen hin nett und freundlich, aber das sind Wölfe in Schafspelzen. Die brauchen wir hier nicht, die wollen wir nicht in Hasselroth haben, nicht im Main-Kinzig-Kreis, nicht in Deutschland“, erzählt der Bürgermeister im RTL-Interview. So sehen das auch seine Bürger, denn die sind alles andere als begeistert.

Lese-Tipp: Verfassungsschutz warnt: Immer mehr „Reichsbürger“ – und sie sind bereit zu „schwerster“ Gewalt

Geplanter Supermarkt von Reichsbürger: Bürgermeister Matthias Pfeifer ist geschockt und steht im engen Kontakt mit der Polizei und dem Verfassungsschutz.
Geplanter Supermarkt von Reichsbürgern: Bürgermeister Matthias Pfeifer ist geschockt und steht im engen Kontakt mit der Polizei und dem Verfassungsschutz.
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Zu viel negative Berichterstattung

Rund 200 Menschen versammelten sich vergangenes Wochenende in der Bahnhofsstraße, wo die Organisation ihren Supermarkt eröffnen wollte. Doch von den Anhängern ist keine Spur. So viel Aufregung und nun doch keine Eröffnung? Wegen zu viel negativer Berichterstattung und Unverständnis der Bürger sind die Anhänger nicht erschienen, schreiben sie auf ihrer Internetseite.

Lese-Tipp: Wie radikal sind Reichsbürger wirklich?

Ob die Pläne für einen Supermarkt tatsächlich real waren, steht noch in den Sternen. Die Gruppe hat kein Gewerbe angemeldet und bei dem Gebäude handelt es sich um ein privates Wohnhaus.

Rund 200 Bürger gehen auf die Straße um gegen die Eröffnung des Supermarktes der Reichsbürger zu demonstrieren.
Rund 200 Bürger versammelten sich auf der Straße um gegen die Eröffnung des Supermarktes der Reichsbürger zu demonstrieren.
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Hasselroth hält zusammen

Bürgermeister Pfeifer und Landrat Thorsten Stolz (SPD) halten zusammen und stehen im engen Kontakt mit der Polizei und dem Verfassungsschutz. Sie stufen die Gruppe „Königreich Deutschland“ als extremistisch ein. „Ich kann eins sagen: Wir werden mit allen rechtsstaatlichen Mitteln und auch mit der Öffentlichkeit und allen politischen Mitteln klar dagegen halten“, so Thorsten Stolz. (hdi/jni)