Zwillinge? „Da kommt noch eins!“

Tierische Sensation in Hamm: Kuh bringt Drillinge zur Welt

Süßes Trio im Kuhstall der Familie Hacheneier: Christiane, Fitti und Joshua kamen allesamt gesund und munter zur Welt.
© Lorena Hacheneier

27. Juni 2020 - 13:23 Uhr

„Sowas haben auch wir noch nie erlebt“

Es war eine kleine Sensation im Ruhrgebiet: Kuh Lene aus Hamm in Nordrhein-Westfalen hat Drillinge zur Welt gebracht. Besonders süß: Jedes der drei quirligen Kälbchen hat eine andere Farbe! Agrar-Familie Hacheneier war begeistert: Sie begleitet ganze 120 Geburten im Jahr, aber "sowas haben auch wir noch nie erlebt".

Wahrscheinlichkeit für Drillingsgeburten liegt bei nur 0,007 Prozent

Kühe kamen in Hamm zur Welt
Da waren es erst zwei: Kurzzeitig dachten die Landwirte, dass es sich um eine Zwillingsgeburt handelt. Da war das dritte Kälbchen aber schon im Anflug...
© Lorena Hacheneier

Pummelig war die siebenjährige Milchkuh ohnehin. Dass sie bei ihrer fünften Geburt gleich dreifache Mutter wird, hat die Familie aus Hamm bis zuletzt nicht geahnt. Umso überraschter waren Landwirt Dirk Hacheneier und Tochter Lorena, als gleich zwei Jungtiere das Licht der Welt erblickten. Dann folgte die größte Überraschung: "Wenig später kam im Stall auch schon das Dritte zur Welt."

Die Wahrscheinlichkeit für eine Drillingsgeburt liegt bei Kühen laut bayerischer Anstalt für Landwirtschaft bei nur 0,007 Prozent. Sie gilt als extrem selten und extrem risikoreich. Das muntere Trio kam aber auch ohne Hormonbehandlung völlig gesund zur Welt. Kuh Lene hatte sich neun Monate zuvor mit dem bayerischen Zuchtbullen Waterai "auf einer Wiese vergnügt". Der "Westfälische Anzeiger" hatte zuerst darüber berichtet.

Hammer Landwirte rätseln: Warum hat jedes Tier eine andere Farbe?

Nach der Geburt mussten Christiane, Fitti und Joshua aber erstmal von Mutter Lene getrennt werden. Der Landwirt versichert: "Alle Tiere sind wohlauf. Auch dem Muttertier geht es gut." Die Kälbchen werden zweimal täglich mit der Milch ihrer Mutter versorgt. "Die Neugeborenen können sich sehen, haben aber keinen körperlichen Kontakt zueinander." Sie leben zurzeit in sogenannten Iglus.

Wichtig sei nun erstmal, dass die Kälbchen an Gewicht zulegen – noch sind sie etwa 10 bis 15 Kilo zu leicht. Nur eine Frage bereitet der Familie weiterhin Kopfzerbrechen: Warum hat jedes Kälbchen eine andere Farbe? Ein Veterinär soll nun zu Rate gezogen werden. "Vermutlich war es eine Laune der Natur", meint die Agrar-Familie. Das unverhoffte Trio ist eben tierisch besonders!