Bis zur ersten Lese dauert es mindestens drei Jahre

Hamburgs einziger Weinberg: Der Stintfang wird wieder bepflanzt

Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit pflanzt  Wein am Hamburger Stintfang.
Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit pflanzt Wein am Hamburger Stintfang.
RTL Nord, RTL

Hamburg hat einen Weinberg – das mag vielleicht komisch klingen, ist aber wahr. Nach drei Jahren Pause hat Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit jetzt den ersten Rebstock am rechten Elbufer eingepflanzt.

Weinberg an den Hamburger Landungsbrücken

Der „alte“ Weinberg musste vor drei Jahren einer Baustelle an den St. Pauli-Landungsbrücken weichen. „Einst war er der nördlichste Weinberg der Republik, heute ist der Weinberg am Stintfang zu einer echten Hamburger Berühmtheit geworden“, sagte Veit am Donnerstag. Beim offiziellen Termin waren unter anderem auch der Stuttgarter Bürgermeister Thomas Fuhrmann, Winzermeister Fritz Currle und fünf ehrenamtlichen Stintfang-Winzer dabei.

Neue Rebstöcke am rechten Elbufer

Die Weinreben sind laut Bürgerschaft ein Geschenk der Stadt Stuttgart. Dem Parlament war der Weinberg 1995 von den Wirten des „Stuttgarter Weindorfs“ geschenkt worden. Im ersten Weinberg standen Reben der Sorten „Regent“ und „Phoenix“ – das soll dieses Mal anders werden. Im neuen Weinberg soll es nur noch die roten „Regent“-Trauben geben. Bis zur ersten Lese wird es mindestens drei bis vier Jahre dauern. Zuletzt habe man 40 bis 50 kleine Flaschen pro Jahr befüllen können. Die Rarität gibt es übrigens nicht zu kaufen und wird nur an ausgewählte Gäste verschenkt. Der neue Wein soll aber unter anderem auch für den guten Zweck versteigert werden. (mit dpa)