Lebenslange Haftstrafe für Angeklagten

Drogenstreit eskaliert: Tödliche Schüsse auf 26-Jährigen

Im Juni 2019 eskaliert ein Drogenstreit in Hamburg-Lohbrügge.
Im Juni 2019 eskaliert ein Drogenstreit in Hamburg-Lohbrügge.
© dpa, Daniel Bockwoldt, wok

29. Juni 2021 - 16:34 Uhr

Prozess um Drogenstreit in Hamburg

Im Prozess um die tödlichen Schüsse auf einen 26-Jährigen in Hamburg-Lohbrügge ist am Dienstagmittag das Urteil gefallen. Der 31-jährige Angeklagte muss lebenslänglich in Haft. Bei dem Prozess ging es um einen tödlichen Drogenstreit am 27. Juni 2019 auf dem Lohbrügger Markt.

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Nach Aussagen des Landgerichts hatte der 31-Jährige einem Bekannten einen Drogenlieferanten in den Niederlanden vermittelt. Der Bekannte war mit der Qualität der Ware nicht zufrieden und verlangte rund 12.000 Euro, die er für die Drogen ausgegeben hatte. Um das Geld einzutreiben, bedrohte er ihn. Bei dem Treffen auf dem Marktplatz sollte das spätere Opfer, ein 26-Jähriger, die Forderung durchsetzen. Dazu war er mit zwei muskulösen Helfern, aber unbewaffnet erschienen. Derart unter Druck gesetzt, zückte der Angeklagte eine Pistole und erschoss sein Gegenüber.

Richter entscheiden: Lebenslange Haft

Die Richter der anderen Strafkammer seien zu dem Ergebnis gekommen, dass "die zwingend vorgeschriebene lebenslange Freiheitsstrafe" verhängt werden müsse. Deswegen muss der 31-Jährige statt 11 Jahren jetzt lebenslänglich in Haft. (dpa/kst)