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Hamburg: Polizeilehrer soll Schülerin sexuell belästigt haben

Sexuelle Gefälligkeiten für gute Noten?

Polizeilehrer soll Schülerin sexuell belästigt haben

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Polizeilehrer in Hamburg soll Schülerin sexuell belästigt und genötigt haben
chc vfd jol, dpa, Christian Charisius

Polizeilehrer soll Kuss in Gebüsch gefordert haben

Ein Hamburger Polizeilehrer soll eine Schülerin massiv bedrängt haben. Der 30-Jährige habe sexuelle Gefälligkeiten für gute Noten gefordert. Seit 25. Juni läuft dazu ein Strafverfahren wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung und Nötigung und ein Disziplinarverfahren. Laut Polizei soll es nicht das erste Mal sein, dass gegen den Ausbilder ermittelt werde.

Gegen den Polizeilehrer wurde bereits 2018 ermittelt

Der Fachlehrer für Polizeikunde und Dienstrecht habe laut „Bild“ auf einer Geburtstagsfeier in einem Gasthaus im Gebüsch einen Kuss von einer Schülerin gefordert. Offenbar als Dank für gute Noten. Nach dem Vorfall habe die Frau sich an eine Lehrerin gewandt und ihr alles erzählt. Die Polizeiakademie soll der Sache daraufhin nachgegangen sein, woraufhin sich zwei weitere Schülerinnen zwischen 19 und 21 Jahren gemeldet haben sollen. Sie haben den Angaben zufolge von dem Ausbilder zweideutige WhatsApp Nachrichten erhalten. Diese seien laut „Welt“ aber nicht strafrechtlich relevant.

Gegen den 30-Jährigen soll bereits ein Disziplinarverfahren laufen – wegen eines Vorfalls im Jahr 2018. „Zu dem laufenden Disziplinarverfahren können keine Angaben gemacht werden“, so Holger Vehren, Sprecher der Hamburger Polizei RTL gegenüber. Aber das Strafverfahren dazu sei wegen der Verbreitung, Erwerb und Besitz jugendpornografischer Schriften im Frühjahr 2021 eingestellt worden - wegen Geringfügigkeit. Laut „Bild“ soll der 30-Jährige konkret in einem Chat Nacktfotos mit einer 16-Jährigen ausgetauscht haben.

Der Hamburger soll zukünftig nicht mehr als Lehrer arbeiten dürfen

Im aktuellen Fall könnte dem Hamburger jetzt eine Geldstrafe drohen. Wie der Beamte zukünftig beschäftigt wird, werde nach dem Disziplinar- und Strafverfahren entschieden. Eine mögliche Suspendierung steht im Raum. Laut Polizei habe der Polizeilehrer sich aktuell krankgemeldet. „Nachdem bekannt wurde, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer disziplinarrechtlichen Maßnahme kommen wird, hat der Leiter der Akademie entschieden, dass die Umsetzung sofort zu vollziehen ist“, heißt es in einer Mitteilung.

Der Polizeilehrer war seit 2020 für die Akademie der Polizei Hamburg tätig. (mca/nid)