Grausames Verbrechen geschah bereits 2020

15-Jährige im Hamburger Stadtpark vergewaltigt: 12 Männer sollen sich an ihr vergangen haben

Die Tat geschah im Jahr 2020 im Hamburger Stadtpark.
Die Tat geschah im Jahr 2020 im Hamburger Stadtpark.
© RTL Nord

08. November 2021 - 10:21 Uhr

Neue Details zu Tätern und Tathergang

Ein 15-jähriges Mädchen wurde im September 2020 im Hamburger Stadtpark von einer Gruppe junger Männer vergewaltigt und beklaut. Nun kommen neue Details über die grausame Tat ans Licht. Was die Staatsanwaltschaft RTL verrät.

12 junge Männer tatverdächtig - alle "auf freiem Fuß"

Die Polizei hatte zunächst fünf Männer als Verdächtige ermittelt und später noch zwei 20 Jahre alte Zwillingsbrüder identifiziert, die ebenfalls an der Vergewaltigung beteiligt gewesen sein sollen. Doch mittlerweile werde sogar bereits gegen zwölf Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 20 Jahren ermittelt, wie uns Liddy Oechtering, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg, auf Anfrage mitteilt. Einer der Tatverdächtigen habe sich zwischenzeitlich in Untersuchungshaft befunden, sei dann aber wieder entlassen worden. "Momentan befinden sich alle 12 Tatverdächtigen auf freiem Fuß", so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter.

Vergewaltigung soll 2,5 Stunden angedauert haben

Die Gruppe hatte das Mädchen am 19. September gegen 23:15 Uhr offenbar zufällig entdeckt. Die 15-Jährige soll bei einer privaten Geburtstagsfeier im Stadtpark den Anschluss an ihre Gruppe verloren haben und angetrunken durch den Stadtpark geirrt sein. Dem Bericht der "Bild" zufolge soll die Gruppenvergewaltigung insgesamt 2,5 Stunden gedauert haben. Erst gegen 1:45 Uhr hätten die Männer von dem Mädchen abgelassen.

Nach der Tat sollen die Verdächtigen ihr Opfer noch beklaut haben, bevor sie dann flüchteten. Die Polizei suchte öffentlich nach Zeugen und fragte gezielt nach Handyvideos, die Menschen bei der Geburtstagsparty gemacht hatten. Zudem werteten die Ermittler Videos aus Überwachungskameras aus und bekamen Hinweise von Besuchern des Stadtparks. Nach einer Durchsuchung der Wohnungen der Verdächtigen soll die Polizei dann Handys sichergestellt haben.

"Es wird nun geprüft ob und gegen welche Tatverdächtigen Anklage erhoben wird und um welchen Tatvorwurf es sich dann im einzelnen handelt", berichtet die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft RTL. "Die Verteidiger haben nun Akteneinsicht und bekommen die Gelegenheit Stellung zu nehmen." Man wolle nun "zeitnah eine verfahrensabschließende Entscheidung treffen". (dhe)