GZSZ Folge 6196 vom 20.02.2017: Sophie trauert endlich um ihr Baby

20. Februar 2017 - 8:57 Uhr

Die Trauer hat Sophie fest im Griff

Sophie kann endlich ihren Schmerz zulassen. Sie sitzt am Grab ihres ungeborenen Kindes. Bisher hatte sie sich immer darum gedrückt. Sie hatte versucht, den Verlust zu verdrängen. Leon ist sie aus dem Weg gegangen, weil er mit diesem Schicksalsschlag anders umging. "Ich hätte schon viel früher zu dir kommen sollen", sagt sie nun vor dem Grab von Leni sitzend.

Sophie: "Es tut so weh, dass du weg bist"

Sophie trauert um ihre tote Tochter.
Sophie trauert um ihre tote Tochter.

Lange sitzt Sophie (Lea Marlen Woitack) schweigend vor dem Grab ihrer Tochter Leni. Sie lässt allen Gefühlen freien Lauf. "Es tut so weh, dass du weg bist", redet Sophie sich ihren Schmerz von der Seele. Der Tod von Leni hatte Sophie und Leon (Daniel Fehlow) in eine schwere Krise gestürzt. Zwischen den beiden herrschte Sprachlosigkeit. Das hatte auch damit zu tun, dass Sophie nicht fähig war, zu trauern. Nun gesteht sie sich endlich ihren Schmerz ein.

Sophie hat ein schlechtes Gewissen. Lange hatte sie gedacht, dass sie für Lenis Tod verantwortlich ist, weil sie Leni zuerst nicht wollte. "Ich habe mich wahnsinnig auf dich gefreut", sagt Sophie nun. Sie hatte sich zwar erst langsam mit dem Gedanken ans Muttersein angefreundet, doch dann war die Vorfreude riesig. "Ich konnte mir nichts Schöneres vorstellen, als dich im Arm zu halten und deine Mama zu sein", sagt Sophie mit Tränen in den Augen. Sie hatte sich das Familienleben so schön vorgestellt und dann war sie so enttäuscht worden. Diesen Verlust konnte sie sich lange nicht eingestehen.

Sophie wird von ihrem Schmerz überrollt. Sie denkt an die glücklichen Tage mit Leon. Er fehlt ihr so sehr. Es tut ihr so leid, dass sie ihm keine Stütze sein konnte, in ihrer schweren Zeit. Doch sie fühlt ganz genau, dass sie nicht ohne ihn sein will. "Er fehlt mir so", sagt Sophie zu John. Sie hat Angst, dass es jetzt für Leon und sie zu spät ist.