Pistolen, Revolver und Panzerbüchsen

Großeinsatz: Rentner (78) hortet mehr als 100 Waffen

Die Polizei stellen mehr als 100 Waffen in Österreich sicher.
© LPD NÖ

30. Juni 2020 - 13:29 Uhr

Rentner rief Verfassungsschutz auf den Plan

Bisher hatte er sich nichts zu Schulden kommen lassen. Doch dann rief ein Rentner (78) den Verfassungsschutz und die österreichische Cobra – eine Spezialeinheit, ähnlich wie das deutsche SEK – auf den Plan. Der Grund: Der Senior hortete in einer Kammer über 100 scharfe Waffen, Panzerbüchsen und 1.000 Schuss Munition. Jetzt musste sich der Mann vor Gericht verantworten.

Einsatzkräfte finden riesiges Waffenarsenal

Nach anonymen Hinweisen seien die Polizei und die Kremser Staatsanwaltschaft in Alarmbereitschaft gewesen, das berichtete die "Kronen-Zeitung". Im Waldviertel in Niederösterreich sorgte der 78-jährige Waffennarr damit bereits vor einem Jarh für einen Großeinsatz. Dabei fanden die Einsatzkräfte ein riesiges Waffenarsenal. Darunter Pistolen, Revolver, Langwaffen, Kriegsmaterial, Sprengkapseln, Schalldämpfer, eine Panzerbüchse und rund 1.000 Schuss Munition.

Die eigentlichen Eigentümer sollen tot sein

Rund 25 Waffen soll der Senior legal besessen haben, 80 Waffen illegal. Von den illegalen Waffen zählten 25 Stück zu der Kategorie A des Waffengesetzes. Am Montag musste sich der Waffen-Fan dann vor Gericht verantworten. Dort erklärte er laut "Krone": "Ich habe diese Waffen für zwei Waffentester, die mir auch beim Aufbau eines Schießstandes geholfen haben, aufbewahrt. Ich habe somit diese Waffen nur gelagert. Einer der beiden Herren starb dann völlig überraschend im Jahr 2010." Auch der zweite Waffentester sei kurz darauf verstorben. 

Wegen seiner Einsicht und Reue sei der 78-Jährige zu einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden, heißt es.