Sofort zerschlagen sie das Autofenster

Polizei will Baby retten - und findet eine Puppe

Little boys has fallen asleep during a road trip. He sit securely in a baby car seat and wears a seat belt.
Polizei hielt Puppe für ein echtes Baby. (Symbolbild)
Getty Images, mikkelwilliam

Polizei findet Baby im Auto - glauben sie zumindest

Ein Baby sitzt mutterseelenallein auf einem Kindersitz in einem Auto. Und von den Eltern fehlt jede Spur. Das sehen zumindest Polizisten aus dem britischen Thornaby, Teesside so. Sie zögern keinen Augenblick, um das Baby zu befreien: Mit Wumms schlagen sie die Fensterscheibe ein. Doch als Autobesitzerin Amy dann dazu kommt, stellt sich heraus – es ist alles anders als gedacht.

Puppe "Elliot" sieht aus wie ein echtes Baby

Mutter Amy McQuillen (36) freut sich auf eine schöne Shopping-Tour mit ihrer Tochter Darci (10). Mit dabei: „Elliot“. Eine Puppe, die genau so aussieht wie ein Neugeborenes. Darci hat „Elliot“ zu Weihnachten bekommen und seitdem nimmt sie ihr neues Lieblingsspielzeug überall mit hin.

Doch neben all den Einkaufstaschen wird „Elliot“ ihr irgendwann dann doch ein bisschen zu schwer. Deswegen beschließen Mutter und Tochter, die Puppe zurück ins Auto zu bringen. Darci setzt ihren Liebling nichtsahnend auf den Kindersitz.

„Ich habe nicht gesehen, dass Darci Elliott auf den Kindersitz gesetzt und angeschnallt hatte. Selbst wenn ich es getan hätte, hätte ich mir nichts dabei gedacht. Sie spielt ja nur.“, sagt Amy zu „The Sun“.

Eine Menschenmenge steht vor dem Auto mit der zerbrochenen Fensterscheibe

Amy und Darci gehen also weiter shoppen. Aber als sie wenig später zum Auto zurückkehren, kann die 36-jährige Mutter nicht fassen, was passiert: Vor ihrem Auto steht eine Menschenmenge, zwei Polizisten und die Fensterscheibe auf der Beifahrerseite ihres Autos ist zerbrochen.

Ein Anrufer hätte der Polizei das verlassene Baby im Auto gemeldet. Die Beamten sagen zu Amy, dass sie untersuchen, ob eine Vernachlässigung des Kindes vorliege. Darauf sagt sie, dass es sich um eine Puppe handele. „Ich weiß, dass die Puppen realistisch sind, aber ich hätte nicht gedacht, dass so etwas jemals passieren würde.“

Polizei übernimmt die Kosten für die Reparatur

„Ich verstehe, dass die Polizei handeln muss, wenn sie so einen Anruf bekommt – als Mutter wäre ich wütend, wenn sie es nicht täte. Aber es war für mich vor vielen Leuten demütigend, und ich wurde mit einer kaputten Fensterscheibe und einer traurigen Tochter zurückgelassen.“, sagt die 36-Jährige zu „The Sun“.

Die Polizisten hätten sich bei Amy entschuldigt und sich vergewissert, dass es Darci auch wirklich gut geht. Die Reparaturkosten von 264 Pfund haben sie Amy erstattet. Eine Polizeisprecherin sagt: "In diesem Fall war es nicht so wie es aussah, aber es wurde mit den besten Absichten gemeldet. Die Beamten würden immer lieber feststellen, dass ein Verbrechen nicht stattgefunden hat, als eine Gelegenheit zu verpassen, ein Kind zu schützen.“ (ihe)