Graal-Müritz: Riesiger Buckelwal-Kadaver aus der Ostsee geborgen - nur wenige Meter vom Strand entfernt

Eine erste Begutachtung des Wal-Kadavers soll Hinweise auf die Todesursache liefern.
Eine erste Begutachtung des Wal-Kadavers soll Hinweise auf die Todesursache liefern.
© dpa, Bernd Wüstneck, bwu fdt

10. Juni 2018 - 17:07 Uhr

Feuerwehr zieht toten Wal vor Graal-Müritz aus dem Wasser

Da staunten die Einsatzkräfte von DLRG und Feuerwehr nicht schlecht: Ein fast neun Meter langer Buckelwal trieb vor Graal-Müritz leblos in der Ostsee. Unter den Augen vieler Schaulustiger zogen die Helfer den Riesen-Kadaver an Land. Anschließend wurde der Wal auf einen Laster verladen.

Wie kam der Buckelwal in die Ostsee?

Mit Traktoren wurde der Wal an Land gezogen.
Mit Traktoren wurde der Wal-Kadaver an Land gezogen.
© dpa, Bernd Wüstneck, bwu fdt

Das Weibchen war nach ersten Erkenntnissen erst zehn Monate alt. Es soll schon vor etwa einer Woche gestorben sein. Möglicherweise hat es sich im Wasser verirrt, denn normalerweise leben Buckelwale im Atlantik. "Es kommt aber immer wieder vor, dass einzelne Exemplare bis nach Rügen schwimmen und sich dort mit Hering vollfressen", erklärte Timo Moritz von der Stiftung Deutsches Meeresmuseum. In der Regel fänden die schlauen Buckelwale aber den Weg über die Nordsee zurück in ihre heimatlichen Gefilde.

Buckelwal war stark unterernährt

Schaulustige beobachten, wie der Wal im Wasser treibt.
Schaulustige beobachten, wie der Wal leblos im Wasser treibt.
© dpa, Bernd Wüstneck, bwu fdt

Auffällig ist jedoch, dass das Tier stark unterernährt war. Ob Verhungern aber die Todesursache war, könne erst nach einer vollständigen Untersuchung des Kadavers gesagt werden, so der Wissenschaftler.