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Gostivar (Nordmazedonien): Präsident Pendarovski bringt gemobbtes Mädchen zur Schule - wegen Down-Syndrom

Stevo Pendarovski zeigt großes Herz für die kleine Embla (11)

Nordmazedoniens Präsident bringt Mädchen zur Schule - weil sie wegen des Down-Syndroms gemobbt wurde

Stevo Pendarovski, der Präsident von Nordmazedonien, bringt  Embla Ademi zur Schule.
Das gemobbte Mädchen Embla Ademi wird von Nordmazedoniens Präsident Stevo Pendarovski zur Schule gebracht.
Office of the President of the Republic of North Macedonia

In vielen Schulen gehört Mobbing noch immer zur Tagesordnung. Besonders schwer hat es vor allem die elfjährige Embla Ademi aus Gostivar (Nordmazedonien). Sie wird wegen ihres Down-Syndroms gemobbt. Doch nicht nur die Schüler diskriminieren sie, auch hatten einige Eltern beantragt, Embla aus dem Unterricht zu nehmen, so „Metro“. Doch das war zu viel – und der Präsident von Nordmazedonien, Stevo Pendarovski, schaltete sich ein. Nach einem Gespräch mit der Familie brachte Pendarovski die Elfjährige zur Schule, wie das Büro des Präsidenten bekannt gab.

"In dieser Gesellschaft sind wir alle gleich"

Embla Ademi hat das Down-Syndrom und wird in ihrer Grundschule in Gostivar gemobbt. Für die Elfjährige kein schönes Gefühl, vor allem, weil auch die Eltern gegen sie vorgehen wollten.

Doch nun nahm ihre Geschichte eine Wendung. Die elfjährige Embla bekommt Unterstützung und Zuspruch – und zwar von Nordmazedoniens Präsident Stevo Pendarovski persönlich. Nachdem er von ihrer Geschichte hörte, machte er sich auf dem Weg zu Embla. Er besuchte sie und ihre Familie am Montag (7. Februar) in ihrem Zuhause.

„In dieser Gesellschaft sind wir alle gleich. Ich bin gekommen, um meine Unterstützung zu geben und das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Inklusion ein Grundprinzip ist“, sagte Präsident Pendarovski.

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Nordmazedoniens Präsident besucht Embla Zuhause

Nordmazedoniens Präsident Stevo Pendarovski spricht mit Embla Ademi und ihren Eltern über Mobbing.
Nordmazedoniens Präsident Stevo Pendarovski spricht mit Embla Ademi und ihren Eltern über Mobbing.
Office of the President of the Republic of North Macedonia

In ihrem Wohnzimmer sprach der Präsident zusammen mit Embla und ihren Eltern über die Herausforderungen, mit denen sie täglich konfrontiert sind. Pendarovski ermutigte und unterstützte die Eltern in ihrem Kampf für den Schutz der Rechte von Kindern, die anders sind.

Das Verhalten von Personen, die die Rechte von Kindern gefährden, sei inakzeptabel – vor allem wenn es um Kinder mit atypischer Entwicklung gehe, so der Präsident laut Erklärung. Sie hätten nicht nur die gleichen Rechte, sondern sollten sich auch in der Schule gleichberechtigt und willkommen fühlen. So wie es der Elfjährigen bisher nur selten ging. Vorurteile seien laut dem Präsidenten das Haupthindernis für eine gleichberechtigte und gerechte Gesellschaft für alle.

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Pendarovski bringt Embla zur Schule

Der Präsident sprach sowohl Embla als auch ihren Eltern Mut zu. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Denn Pendarovski brachte die Elfjährige noch am selben Tag persönlich zur Grundschule „Edinstvo“. Zu Fuß begleitete der nordmazedonische Präsident Embla bis zum Schulhof. Danach ging sie mit ihren Eltern zum Klassenraum.

Das Treffen mit dem Präsidenten zeige inzwischen sogar Wirkung: Denn die Situation für Embla habe sich verbessert und die Elfjährige sei zum Unterricht zurückgekehrt. Inzwischen habe Embla sogar eine persönliche Assistentin bekommen, so „Metro“. (jaw)