Wegen zu hoher KostenImmer mehr Menschen planen einen Umzug - Stadtleben wird wieder beliebter

Eine gemeinsame Studie des ifo Instituts für Wirtschaft und immowelt zeigt: Immer mehr Menschen denken über einen Umzug nach. Hauptgrund sind in den meisten Fällen die Finanzen. In den Städten werden Mieten und Nebenkosten immer teurer, auf dem Land kämpfen die Menschen mit steigenden Spritkosten und hohen Heizkosten. Beide suchen nach günstigeren Optionen.
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Seit der Energiekrise werden deutlich mehr Umzüge geplant
Seit Jahren steigen die Mieten sehr stark an. Durch die Energiekrise explodieren nun auch noch die Nebenkosten. Viele Deutsche sehen inzwischen keine andere Möglichkeit, als in eine günstigere Immobilie zu ziehen.
Eine repräsentative Studie des ifo Instituts und immowelt aus September/Oktober 2022 mit 12.000 Teilnehmern zeigt: Die Wohnkosten sind inzwischen vielerorts so hoch, dass sie beim Umzug eine deutlich größere Rolle einnehmen als noch vor einem Jahr.
Zwölf Prozent der Umzugswilligen plant aus finanziellen Gründen einen Wohnortwechsel, vor Beginn der Energiekrise lag dieser Anteil noch bei sieben Prozent. Grund für den Wunsch zum Umzug sind meistens steigende finanzielle Belastungen.
Schuld sind vor allem die steigenden Kosten
Laut Studie empfindet jeder fünfte Mieter die Wohnkosten als hohe finanzielle Bürde, im Vorjahr 2021 war es noch jeder achte Mieter. Betroffen vom hohen Umzugsaufkommen sind alle Regionen:
Stadtbewohner zieht es eher in Vororte, da die Kaltmieten und Nebenkosten in den Großstädten immer mehr ansteigen. Menschen aus eher ländlichen Regionen klagen zwar weniger über hohe Kaltmieten, dafür aber über gestiegene Heizkosten und vor allem die Mobilitätskosten, die im Alltag oder auf dem Weg zur Arbeit anfallen.
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Jeder 5. empfindet Miete als hohe Belastung
Bei der Frage nach der Höhe der finanziellen Belastung durch die Wohnkosten verdeutlicht sich die aktuell schwierige Situation vieler Mieter: Während im Mai 2021 noch 32 Prozent der befragten Mieter die Warmmiete nicht als Belastung empfunden haben, waren es im vergangenen Herbst nur noch 22 Prozent.
Im Gegenzug waren vor knapp zwei Jahren noch zwölf Prozent der Mieter durch die Wohnkosten stark belastet, aktuell liegt der Anteil bereits bei 20 Prozent. Die Zahl wird vermutlich noch weiter steigen, da in vielen Haushalten erst in diesem Jahr die neuen, deutlich höheren, Abschläge fürs Heizen und für den Strom greifen.
Von den Heizkosten sind sowohl die Menschen auf dem Land als auch in der Stadt betroffen. In Großstädten gaben 51 Prozent der Umzugswilligen an, wegen der Heizkosten umziehen zu wollen, in kleineren Großstädten sogar 61 Prozent. Am häufigsten fühlen sich Landbewohner durch die hohen Energiepreise belastet. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass die Menschen auf dem Land in der Regel auf mehr Fläche leben und dadurch höhere Energiekosten haben als in der Stadt.
Corona-Trend abgebremst: Stadtleben wird wieder attraktiver
Während der Corona-Pandemie wurde es für viele Menschen möglich, vermehrt oder ganz aus dem Homeoffice zu arbeiten. Viele zog es deshalb in die Natur, andere wollten sich durch die viele Zeit in den eigenen vier Wänden vergrößern.
Besonders Großstädter waren unter den Eindrücken der Lockdowns unzufrieden mit der eigenen Wohnsituation: 13 Prozent wollten innerhalb der ersten zwölf Pandemie-Monate aus der Stadt wegziehen.Mittlerweile planen unter den Großstadtbewohnern nur noch rund zehn Prozent einen grundlegenden Umzug. Das könnte am Wegfall der Pandemie-Einschränkungen liegen, sodass viele Menschen das große Freizeitangebot der Großstadt wieder schätzen.
An den Umzugszielen hat sich hingegen nichts geändert: Kleinere Großstädte und Vororte bleiben nach wie vor gefragte Wohngegenden. Ganz auf urbanes Leben verzichten und aufs Dorf ziehen, wollen dann doch die wenigsten.
Obwohl die hohen Kosten im vergangenen Jahr für viele Umzüge verantwortlich sind, bleibt ein anderer Grund weiterhin Spitzenreiter: Die Vergrößerung der Wohnfläche, zum Beispiel nach dem Zusammenziehen mit dem Partner oder der Geburt des eigenen Kindes.
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