Zählt zu den wirksamstem Heilpflanzen

Gesundheitslexikon: Ringelblume

21. November 2019 - 14:42 Uhr

Die Ringelblume ist ein altbewährtes Hausmittel

Ringelblumen sind Pflanzen, die zur Familie der Korbblütler gehören. Die einjährige, krautige Blume kann eine Höhe von bis zu 70 cm erreichen. Sie weist sehr schöne strahlenförmige, gelbe und orange Blüten auf. Die deshalb auch Goldblume genannte Pflanze ist aber nicht nur eine Zierde für den Garten. Das kleine Gewächs zählt zu den wirksamsten unter den bekannten Heilpflanzen. Die Ringelblume wurde 2009 sogar zur "Heilpflanze des Jahres" erklärt. Die Kulturpflanze blickt auf eine lange Geschichte zurück, ihre wundheilende Wirkung war bereits im Mittelalter bekannt. Zu dieser Zeit fand die Ringelblume vor allem in der Klostermedizin Anwendung.

Vorkommen und Nutzung der Ringelblume

Die genaue Herkunft der Ringelblume ist nicht vollständig belegt. Es wird vermutet, dass sie möglicherweise aus dem Mittelmeerraum kommt. In Mitteleuropa wurde die Pflanze bereits im 12. Jahrhundert als Heilpflanze angebaut. Heute kommt sie verwildert in ganz Europa vor, kultiviert wird sie vor allem in Deutschland und den Niederlanden. Die Ringelblume ist eine anspruchslose Pflanze, sie gedeiht sogar auf gut mit Humus versorgten Lehmböden. Medizinisch genutzt werden die getrockneten Zungenblüten und Blütenkörbchen der Heilpflanze, die aus der Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken ist.

Wirkstoffe der Ringelblume

Zu den wertvollen Inhaltsstoffen der Heilpflanze gehören:

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  • Allantoin
  • ätherisches Öl
  • Bitterstoff (Calendulin)
  • Carotinoide (gelbe Blüten)
  • Flavonoide
  • mehrwertige Alkohole
  • Saponine (Seifenstoffe)
  • sekundäre Pflanzenstoffe wie Xanthophylle
  • Serine (östrogenartige Substanzen)

In mehreren Studien ergaben sich Hinweise darauf, dass die Ringelblume antioxidativ wirkt, das heißt, sie kann freie Radikale abfangen. Darüber hinaus zeichnet sich die Pflanze durch ihre entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Wirkung aus. Die Wirkstoffe der Pflanze sorgen für eine schnelle Wundheilung.

Innerliche Anwendung der Ringelblume

Innerlich angewendet kann die Ringelblume in Form von Extrakten, Tees oder Mundspülungen bei folgenden Beschwerden hilfreich sein:

Für die entzündungshemmende Wirkung der Heilpflanze sind deren fettlöslichen Inhaltsstoffe verantwortlich. Ringelblumetee weist einen eher herben, aber nicht unangenehmen Geschmack auf. In der Frauenheilkunde können die östrogenartigen Eigenschaften der Heilpflanze bei Brustschwellungen, unregelmäßigem Zyklus, schmerzhafter und starker Menstruation und Wechseljahresbeschwerden hilfreich sein.

Äußerliche Anwendung der Ringelblume und Nebenwirkungen

Äußerlich angewendet kann Ringelblumensalbe oder Ringelblumenöl durch die antiseptische Wirkung zur raschen Heilung von Wunden beitragen. Sie kommen zum Einsatz bei Brandwunden, Entzündungen der Haut, Krampfadern, schlecht heilenden Wunden sowie Verletzungen, die durch Wundliegen entstehen. In der Regel verursacht der Gebrauch der Ringelblume keine Nebenwirkungen. Falls bei Ihnen eine bekannte Allergie gegen Korbblütengewächse besteht, ist es ratsam, auf diese Mittel zu verzichten. Ansonsten kann es zu allergischen Reaktionen der Haut kommen. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit sowie bei kleinen Kindern sollten Sie auf die Anwendung der Heilpflanze verzichten, da keine Studien zur Unbedenklichkeit vorliegen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.