Hilft bei Entzündungen und Durchfall

Gesundheitslexikon: Blutwurz

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15. April 2019 - 14:59 Uhr

Blutwurz: Hilfe bei Entzündungen in Rachen und Mund sowie Durchfallerkrankungen

Beheimatet ist die Heilpflanze Blutwurz im europäischen Raum. Dabei wächst sie zum überwiegenden Teil auf mageren Wiesen wie in Mischwäldern. Ferner können Sie Blutwurz in Niedermooren finden. Im besten Fall erreicht die mehrjährige Pflanze eine Höhe von 30 Zentimetern. Im Frühjahr treiben gefingerte Blätter mit einem gezackten Rand aus dem Rhizom aus. Von Mai bis Oktober bilden sich gelbe Blüten. Charakteristisch für diese sind vier Blütenblätter. Gelegentlich lassen sich jedoch auch fünf bis sechs Blütenblätter beobachten.

Inhaltsstoffe und Einsatzgebiet von Blutwurz

Die wirkungsvollen Inhaltsstoffe des Blutwurzes befinden sich direkt im Wurzelstock. Hierin sind zwischen 15 und 20 Prozent an Gerbstoffen vom Typ Catechin enthalten. Ergänzend finden sich dort Flavonoide. In früheren Zeiten fanden die roten Farbstoffe zum überwiegenden Teil ihren Einsatz gegen Blutungen. Allerdings kann Blutwurz auf der Basis seines hohen Gerbstoffgehalts auch zur Linderung von Entzündungen im Bereich des Mund- und Rachenraums sowie Durchfallerkrankungen Einsatz finden. Zudem eignet sich die Heilpflanze für die äußerliche Anwendung. Hier vornehmlich basierend auf ihrer wundheilenden und blutstillenden Wirkung.

Welche Wirkungen zeigt Blutwurz?

Äußerlich wie innerlich angewendet zeigen die im Blutwurz vorkommenden Gerbstoffe eine zusammenziehende Wirkung. Dies bedeutet, dass sich die Strukturierung von Eiweißen verändert. Infolgedessen festigen sich Haut- und Schleimhautschichten. Der positive Effekt besteht in der Abdichtung kleinerer Wunden. Daraus resultiert auch die rasche Blutstillung. Ferner haben es Bakterien schwerer in die Haut- oder Schleimhautschichten einzudringen. Insbesondere bei Reisedurchfällen ergibt sich daraus ein lindernder Effekt. Eine weitere, nicht unbeträchtliche positive Wirkung besteht in der Juckreizminderung. Diese beruht auf der schwächeren Signalweiterleitung der Haut an die Nerven.

Wie kann Blutwurz Verwendung finden?

Blutwurz kann ausgezeichnet als Tinktur sowie Tee eingenommen werden. Sehr gut eignet sich die Heilspflanze zur Linderung von Erkrankungen wie beispielsweise Menstruationsbeschwerden, Gicht und Rheuma. Ferner genießt Blutwurz einen guten Ruf als Mittel zur Senkung des Blutzuckerspiegels. Daher findet sich die Heilpflanze nicht selten als begleitende Behandlungsmaßnahme bei Diabetespatienten. Auch wenn Sie unter sehr hohem Blutdruck leiden, kann Ihnen Blutwurz bei dessen Senkung behilflich sein. Zur äußerlichen Anwendung eignet sich die Pflanze als Tee oder Tinktur in Form von Waschungen, Bädern, Umschlägen und Spülungen hervorragend. Sehr bewährt haben sich diese Arten der Anwendungen insbesondere bei Entzündungen des Zahnfleisches. Darüber hinaus zeigt Blutwurz eine positive Wirkung im Einsatz bei juckender Haut.

Das müssen Sie beachten

Zum einen kann Blutwurz sich als Gurgellösung bei leichteren Entzündungen im Rachen- und Mundraum positiv auswirken. Auf der anderen Seite zeigt sie sich als mild wirkendes pflanzliches Mittel bei Durchfall. Zu beachten gilt jedoch in beiden Fällen: Einige Menschen zeigen allergische Reaktionen auf Gerbstoffe. Daraus können Übelkeit und Magenschmerzen entstehen. Zählen auch Sie zu diesem Personenkreis, verzichten Sie besser auf Blutwurz. Gerbstoffe haben zuweilen die Eigenschaft, die Aufnahme von Medikamenten abzuschwächen. Daher ist es ratsam, Blutwurz nicht zur gleichen Zeit mit weiteren Arzneien aufzunehmen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ersetzt daher keine Beratung durch einen Arzt oder Apotheker. Heilpflanzen können in falscher Anwendung oder Dosierung schwerwiegende Nebenwirkungen zur Folge haben. Lassen Sie sich deshalb in der Apotheke oder vom Arzt beraten.