Bei Überlastung reagiert unser Auge

Gesundheitslexikon: Augenentzündung

7. März 2019 - 13:19 Uhr

Geschwollene, gerötete oder schmerzende Augen: Was steckt hinter einer Augenentzündung?

Bei der Augenentzündung handelt es sich um eine körpereigene Reaktion auf schädliche Reize. Diese können äußeren oder inneren Einflüssen zugrunde liegen. Unter dem Sammelbegriff werden zahlreiche Erkrankungen des Auges geführt, die mit Rötungen, Schwellungen, funktionellen Störungen und Schmerzen einhergehen. Zu der häufigsten Form zählt die Bindehautentzündung. Doch auch andere Areale des Auges können zu Entzündungen neigen.

Ursachen für eine Augenentzündung

Eine Augenentzündung resultiert in der Regel aus infektiösen und mechanischen Einflüssen. Zu den typischen Infektionsherden zählen Bakterien, Viren, Pilze und traumatische Einwirkungen. Auch Zugluft und Fremdkörper, beispielsweise Schmutz oder Staub, können eine Augenentzündung hervorrufen. Letztlich kann auch eine Allergie eine Reizung bedingen. Bakterien wie beispielsweise Staphylokokken oder Streptokokken gehören neben den bereits genannten Viren und Pilzen zu den häufigsten Erregern. Als weiterer Risikofaktor zählt das Tragen von Kontaktlinsen. Unter der Linse können sich Bakterien, Staub und anderer Unrat ansiedeln, die eine Entzündung forcieren. Auch Menschen, die unter einer unzureichenden Bildung von Tränenflüssigkeit leiden, neigen eher zu Augenentzündungen. Des Weiteren kann das Krankheitsbild infolge einer Nierenentzündung oder durch eine Arthritis entstehen.

Symptome einer Augenentzündung

Die Großzahl der potentiellen Symptome äußert sich durch das optische Erscheinungsbild. Es ist somit auch für Laien leicht zu erkennen. Die geröteten und geschwollenen Augen können zudem einen Juckreiz oder ein Fremdkörpergefühl hervorrufen. Eiterbildung ist ebenfalls ein typisches Merkmal für eine Augenentzündung. In besonders drastischen Fällen kommt es zu (temporären) Sehstörungen. Einige Betroffene beklagen einen Druckschmerz sowie ein Trockenheitsgefühl. Eine Augenentzündung sollte immer ernst genommen werden, da im schlimmsten Fall dauerhafte Sehschäden die Folge sein können.

Diagnose einer Augenentzündung

Die Feststellung einer Augenentzündung kann in der hausärztlichen Praxis oder im Krankenhaus durchgeführt werden. Zunächst erfolgt die reine Blickdiagnose. Dabei wird der Abstand zwischen dem Lid und dem Augapfel betrachtet. Außerdem wird das Areal auf Schwellungen und typische Rötungen untersucht. Für die genauere Diagnosestellung beleuchtet der Arzt das Auge mit einer Spaltlampe. Diese verfügt über ein Mikroskop. Somit können die einzelnen Strukturen detailliert begutachtet werden. Letztendlich wird das Auge auf mögliche Fremdkörper untersucht. Auch ein Abstrich, auf den eine Laboruntersuchung folgt, kann Aufschluss über eine infektiöse Augenentzündung geben.

Therapie einer Augenentzündung

Die Behandlung hängt von der jeweiligen Art der Augenentzündung ab. Auch das Stadium, beziehungsweise der Schweregrad, werden hierbei individuell für die Therapie vom Arzt bestimmt. Generell werden bakteriell bedingte Entzündungen mit antibiotikahaltigen Augentropfen behandelt. Betroffene, die Kontaktlinsen tragen, müssen während der Behandlung auf diese verzichten und auf eine Brille zurückgreifen. Bei einer viralen Infektion reduzieren sich die Therapiemaßnahmen auf die Schmerzlinderung. Entzündungen der Hornhaut können mit speziellen Salben und Kortison therapiert werden. Besonders gravierende Verläufen wird mithilfe von innerlich einzunehmenden Medikamenten entgegengewirkt. Gersten- und Hagelkörner, die Druck auf das Auge ausüben, können geöffnet werden, sodass das Sekret abfließt. In besonders drastischen Fällen können hierbei auch operative Maßnahmen erforderlich sein.

Prävention: Kann einer Augenentzündung vorgebeugt werden?

Es gibt kein Patentrezept, um einer Augenentzündung vorzubeugen, da es diverse Auslöser und verschiedene Arten von Entzündungen gibt. Dennoch existieren einige Verhaltensregeln, die das Risiko einer Erkrankung minimieren können. Grundsätzlich sollten Sie vermeiden, Ihre Augen Zugluft auszusetzen. Müssen Sie in eine Umgebung, in der viel Staub zu erwarten ist, beispielsweise auf dem Bau, beugen Sie durch eine Schutzbrille vor. Auch übermäßige, ungefilterte Sonneneinstrahlung kann eine Entzündung hervorrufen. Schützen Sie sich daher mit einer Sonnenbrille mit UV-Schutz. Des Weiteren sollte Sie Ihre Augen nicht mit ungewaschenen Händen berühren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel kann einen Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Er enthält nur allgemeine Hinweise und darf daher keinesfalls zu einer Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung herangezogen werden.