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Genau wie GZSZ-Rolle "Tuner": Thomas Drechsel wird zum Kaffeeröster

Wenn Fiktion zur Realität wird

GZSZ-Star Thomas Drechsel geht unter die Kaffeeröster - wie seine Rolle Tuner

04.10.2018, Berlin: Der Schauspieler Thomas Drechsel stellt sein neues Buch "Schwer in Ordnung. Gönn dir doch dein Glück" vor. Darin beschreibt er, wie er dreißig Kilogramm Körpergewicht verloren hat. Das Buch erscheint am 05. Oktober 2018. Foto: Jör
Thomas Drechsel geht jetzt unter die Kaffeeröster.
car lof, dpa, Jörg Carstensen

Neuer Job für den GZSZ-Schauspieler

Seit vielen Jahren spielt Thomas Drechsel die Rolle „Tuner“ bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ . Nebenbei sucht der Schauspieler jetzt aber neue Herausforderungen! Genau wie seine Rolle wagt sich Thomas Drechsel nun auch unter die Kaffeeröster. Im Interview verrät er außerdem, wie es in der Serie für seine Rolle weitergeht.

Thomas Drechsel outet sich als leidenschaftlicher Kaffeetrinker

Du bist ein Genuss-Mensch und bringst jetzt Deine eigene Kaffee-Linie raus? Stimmt das?

Ja, das stimmt. Ich liebe Kaffee in allen Variationen. Meine Rolle Tuner bei GZSZ ist selbst auch Röster. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie die Autor:innen auf sowas kommen. (lacht) Ich hatte schon seit vielen Jahren die Idee, selbst Kaffee zu rösten und habe mir jetzt die Zeit genommen diesen Schritt zu wagen. Ich habe die Marke Kiez-Kaffee ins Leben gerufen. Wir rösten drei verschiedene Sorten Kaffee aus hochqualitativen Bohnen. Unser Kaffee ist Direct-Trade. Einem Freund von mir gehört ein Anbaugebiet in Honduras. Zwischen dem Kaffeegenießer da draußen und Honduras stehen also nur ich und die weltbeste Rösterin Elisabetta. Noch direkter wäre es nur, wenn man selbst nach Honduras fährt und sich die Bohnen selber röstet. Aber dafür sind wir ja da. (lacht) Wir haben die höchste Qualität an Bohnen, die man sich vorstellen kann. Von fruchtig-süß bis schokoladig ist alles dabei. Jeder kommt bei uns in den Genuss seinen Lieblingskaffee zu finden. Kiez-Kaffee steht für eine Gemeinschaft, ein Lebensgefühl von Freude und Leichtigkeit. Ob dein Kiez in Berlin, Honduras oder auf dem Land ist, spielt keine Rolle. Wir lieben das, was wir machen und wollen alle daran teilhaben lassen. Zu bestellen gibt’s alles unter www.Kiez-Kaffee.de.

Was hat Dich dazu inspiriert?

Da ich selbst leidenschaftlicher Kaffeetrinker bin, möchte ich den Leuten gern guten und leckeren Kaffee näher bringen. Wir wissen meist nicht einmal genau, wo gewisse Bohnen herkommen und wie die Arbeitsbedingungen dort sind. Abgesehen davon, dass der meiste Kaffee leider nicht mehr von hoher Qualität ist. Es ist immer wichtiger geworden, über gewisse Missstände zu reden. Darüber, dass Kaffee- und auch Schokobohnen Fairtrade gehandelt werden müssen. Wir dürfen Menschen auf dieser Welt, denen es nicht so gut geht wie uns, nicht ausbeuten und für einen Hungerlohn arbeiten lassen. Alles hat seinen Preis. Wenn man weiß, wie hart die Arbeit auf den Kaffeeplantagen ist und man dann das Kilo in Deutschland für 4 Euro kaufen kann, stimmt doch da etwas nicht. Kaffee muss fair gehandelt werden. Es ist wichtig, einen Schritt in diese Richtung zu gehen.

Wie trinkst Du Deinen Kaffee: Schwarz, mit Milch, Zucker oder Süßstoff?

Das ist die wichtigste Frage überhaupt. (lacht) Jeder nach seiner Schnauze – sagt der Berliner... Ich trinke wirklich alle Sorten von Kaffee gern. Auf die Schnelle den Espresso, gemütlich im Café den Latte Macchiato, vor und nach dem Sport einen schwarzen Kaffee. Ich persönlich stehe gern mit einem leckeren, schwarzen Kaffee auf. Über den Tag verteilt überrasche ich mich gern selbst.(lacht)

Was bedeutet für Dich: Kalter Kaffee?

Es gibt zwei Arten von kaltem Kaffee für mich. Der eine ist der Filterkaffee meiner Mutter: Den präferiere ich nicht so sehr. (lacht) Der Andere nennt sich Cold Brew und ist geschmacklich eine tolle Sache im Sommer: Aromatisch, fruchtig und erfrischend. Ich bin begeistert von dieser neuen Art der Zubereitung. Eine lange und intensive Machart, die sich lohnt. Immer gern.

Im Video: Thomas Drechsel spricht über den Vaterschafts-Zwiespalt seiner Rolle

Schock für Tuner: So reagiert er auf die Vaterschaft Thomas Drechsel im Interview
03:05 min
Thomas Drechsel im Interview
Schock für Tuner: So reagiert er auf die Vaterschaft

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Thomas Drechsel über seine Rolle "Tuner": "Er ist die gute Seele des Kiezes"

Was geschieht gerade rund um Deine Rolle Tuner?

Tuner hat vor einiger Zeit erfahren, dass er Vater ist. Nicht von einem Neugeborenen, sondern, dass er der Vater der achtjährigen Kate ist. Kate ist die Tochter von Emily, mit der Tuner vor neun Jahren eine Beziehung hatte. Sehr emotional und spannend das Ganze. Tuner malte sich schon immer aus, eine Familie zu haben, aber mit dieser Nachricht hat er nicht gerechnet. Es bleibt spannend, denn Emily und Tuner haben erst einmal entschieden, dass sie Kate nichts davon erzählen… Und: Tuner ist und bleibt natürlich immer die starke Schulter der Buddies. Er als gelernter Mechaniker weiß, wie man Dinge anpacken muss, damit sie funktionieren. Außerdem röstet er seinen hervorragenden Kaffee für den ganzen Kiez.

Kannst Du schon einen kleinen Ausblick geben, wie es damit bei GZSZ weitergeht?

Das Schöne ist, dass Tuner die gute Seele des Kiezes ist und somit zu allen Bewohnern einen guten Draht hat. Wir können uns auf außergewöhnliche Konstellationen freuen. Für Tuner wird es eine Zeit geben, in der er Sachen überdenken und sein großes Herz zeigen kann.

Wie schaffst Du es, nach über zehn Jahren immer noch happy dabei zu sein?

Zehn Jahre klingt nach einer langen Zeit, aber es ist nicht so, dass ich mich sonderlich motivieren muss. Ich stehe liebend gerne auf und gehe zur Arbeit. Es ist wie eine Familie, mit der ich von Montag bis Freitag zusammenarbeiten darf. Meine Rolle ist liebevoll, bodenständig und aufrichtig. Ich kann mir immer ein Beispiel an Tuner nehmen, denn er meistert Dinge, die auf den ersten Blick sehr schwierig aussehen – mit ungemein viel Herz, Empathie und Geschick. Ich habe selbst viel von ihm in mir, dennoch würde ich mir gerne eine Scheibe mehr von ihm abschneiden. Es ist immer eine Freude, diesen wunderbaren Charakter zu verkörpern und mit ihm sein Leben zu gestalten. Unsere Autor:innen lassen mich von Jahr zu Jahr diesen Pfundskerl näher kennenlernen. Ich bin glücklich, Tuner zu spielen. Ich bin dankbar, ein Teil von GZSZ zu sein.

Was wünscht Du Dir für Deine Rolle und Dich?

Ich wünsche mir, dass meine Rolle so bodenständig, ehrlich und lebhaft bleibt, wie sie ist. Tuner ist ein toller Typ, der es verdient hat, endlich glücklich zu werden. Ich sehe hunderte neuer Geschichten für ihn und hoffe, dass er dem Kiez noch lange erhalten bleibt. Für mich selbst hab ich gerade keine Wünsche. Es soll bitte alles so bleiben, wie es ist. Ich bin glücklich. Danke.

Wenn es nach Dir ginge, wäre Tuner noch in 50 Jahren bei GZSZ zu sehen?

Eher 100 Jahre. Ich liebe die Serie, ich liebe die Menschen, die dort arbeiten – vor und hinter der Kamera. Ich kann mir selbst keinen schöneren Arbeitsplatz zum Altwerden vorstellen.