Schlechte Laune einfach und gesund wegessen

Gute-Laune-Lebensmittel gegen den Herbstblues

Gute-Laune-Essen gegen den Herbstblues.
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18. September 2020 - 8:13 Uhr

So beeinflussen Lebensmittel unsere Stimmung

Auch wenn der Herbst uns jedes Jahr draußen mit wunderschönen Farben beschenkt, können manche Herbsttage auch ganz schön grau sein. Das drückt natürlich auf die Stimmung und viele wollen es Zuhause so machen wie die niedlichen Stacheltiere: Sich einigeln und dazu am besten noch ungesunde, fettige Snacks naschen. Dabei gibt es leckere Alternativen, die in uns die Glücksgefühle einfach nur so sprudeln lassen.

Regional, saisonal, optimal

Frisch geerntete Pflaumen (lat.: Prunus domestica) , fotografiert am 01.08.2009 in Frankfurt am Main. Das Obst wurde im eigenen Garten ökologisch und als Bio-Obst gezogen, ohne Chemie. Die eigene Ernte schmeckt dann nochmal so gut und ist zudem beson
Reife Pflaumen
© picture-alliance/ dpa, Wolfram Steinberg

Eine gesunde, stimmungserhellende Ernährung fängt vor der eigenen Haustür an. Bis in den Oktober hinein haben zum Beispiel Pflaumen noch Saison und die blauen Früchte sind richtige Gute-Laune-Macher. Neben Vitamin B haben Pflaumen und damit auch Zwetschgen einen hohen Anteil der Aminosäure Tryptophan und die sorgt für die Produktion des Glückshormons Serotonin. Das gilt übrigens auch für Ananas und Bananen, aber die haben viel weitere Transportwege und deswegen einen schlechten CO2-Fußabdruck.

Warum also nicht mal einen leckeren Zwetschgenkuchen gegen die schlechte Laune backen? 

Wer dabei zu Vollkornmehl greift, tut sich übrigens doppelt Gutes!

Kohlenhydrate für mehr Ausgewogenheit

08.09.2020, Niedersachsen, Barum: Kartoffeln der Sorten (obere Reihe, l-r): Blaue Anneliese, Rote Emmalie, Adretta, Laura und Annebelle (untere Reihe, l-r): Heidemarie, Violetta, Angeliter Tannenzapfen, Nemo, Heiderot liegen in Kisten auf dem Hof Ell
Unterschiedliche Kartoffelsorten zaubern Farbe in die Küche
© dpa, Philipp Schulze, phs jol

Ja, Kohlenhydrate sind vielen Menschen zu schwer und stopfend, auf sie wird auch gerne mal verzichtet. Dabei freut sich unser Körper, wenn er mit guten Kohlenhydraten versorgt wird, denn auch sie fördern die Ausschüttung von Serotonin. Am meisten hat der Körper von Kartoffeln, die gibt es ganzjährig und in vielen Farben und Sorten regional zu kaufen, und von Vollkornprodukten wie Vollkornmehl, Vollkornnudeln und Vollkornreis. Der praktische Nebeneffekt: Durch diese Kohlenhydrate bleiben wir länger satt und kriegen keine schlechte Laune, weil wir uns immer hungrig und schwach fühlen.

Deftig essen gegen dunkle Gedanken

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Haselnüsse und Walnüsse sind ein idealer Snack zwischendurch
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Wer keinen süßen Zahn hat, der kann im Herbst zu Roter Beete, Fisch und Nüssen greifen.

Die hier angebaute Rote Beete hat von September bis März Saison und kann auf ganz unterschiedliche Weisen zubereitet werden. Auch die farbenprächtige Rübe kurbelt die Serotonin-Bildung an und das macht sie mit ihrem Farbstoff Betain.

Zu Roter Beete passt hervorragend Hering. Der Fisch aus Nord- und Ostsee ist voller Vitamine und hat einen hohen Eiweißgehalt. Mit seinen Omega-3-Fettsäuren macht er das eingeschlafene Gehirn wieder fit.

Für einen Stimmungsheber zwischendurch sind Nüsse die richtige Wahl. Haselnüsse aus Deutschland sind ab September und Walnüsse ab Oktober erhältlich. Auch in ihnen steckt viel der Aminosäure Tryptophan.

Ausnahmen müssen auch mal sein

Zu sehr auf gesunde, regionale Ernährung zu achten, kann aber auch stressen, und manchmal will man doch einfach nur ein richtig schönes Stück Schokolade essen, oder? Das ist im Herbst auch erlaubt, denn auch Schokolade enthält Tryptophan. Ob die Menge davon allerdings ausreicht, um die Stimmung zu heben, ist umstritten. Macht aber nichts, denn vielen gibt Schokolade, in Maßen, eben einfach ein gutes Gefühl. So einen richtig leckeren Schokoladenkuchen darf man sich nach einem langen Herbstspaziergang doch mal gönnen. Oder vielleicht davor, um die Kalorien wieder wegzulaufen. Und frische Luft ist ja bekanntlich auch ein Motor für die gute Laune.