Geflohen und untergetaucht vor dem brutalen Salafisten-Ehemann: Die bewegende Geschichte der Kerstin Wenzel

26. September 2018 - 11:43 Uhr

Aus der Romanze wird ein dramatischer Albtraum

Kerstin Wenzel lebt mitten in Deutschland und muss im eigenen Land untertauchen. Sie heißt anders, sie hat ihr Aussehen verändert. Weil die Polizei sie sonst nicht schützen kann. Sie hat Todesangst vor ihrem Ex-Mann, der zum radikalen Salafisten wurde. Ihre dramatische Geschichte hat sie jetzt RTL-Reporterin Moderatorin Nazan Eckes erzählt.

Acht Jahre ist sie in der Gewalt des brutalen Islamisten

salafist
Jahrelange wurde Kerstin Wenzel von ihrem Mann Mohamed gefangen gehalten und gequält.

Die Geschichte beginnt in den 1990er Jahren als Liebesbeziehung, sie endet in Unterdrückung, Schlägen und Todesangst. Kerstin und der Syrer Mohamed lernen sich während des Studiums in Greifswald kennen. Sie heiraten, bekommen vier Kinder. Die junge Frau tritt zum Islam über. Mit der Zeit wird ihr Mann immer mehr zum Fundamentalisten. Als die Familie in den Urlaub nach Dubai fliegt, ist es eine Reise ohne Rückkehr - denn Mohamed droht: "Die Kinder bleiben hier. Die kriegst du nicht mehr zurück. Und da war ich dann wirklich extrem geschockt, weil da saß ich in der Falle", erinnert sich Kerstin.

Acht Jahre ist Kerstin Wenzel in Dubai in der Gewalt ihres fundamentalistischen Ehemannes. Er quälte sie und ihre Kinder - bis ihr mit viel Glück die Flucht gelang. In dem Buch "Abaya: Meine Kinder bekommst du nicht" hat Kerstin ihre Zeit als Gefangene ihres Mannes verarbeitet. Wie beeindruckend sie dies bewältigt hat und warum sie heute wieder zuversichtlich in die Zukunft blickt, erzählt sie unserer Reporterin im Video.