Weil es im Lübecker Knast für ihn gefährlich wurde?

Zahnarzt wegen Mordverdacht in U-Haft: Dr. Hartmut F. nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt

In diesem Haus wurden zwei Tote gefunden, mutmaßlich Opfer des Zahnarztes Hartmut F. (Archivbild)
In diesem Haus wurden zwei Tote gefunden, mutmaßlich Opfer des Zahnarztes Hartmut F. (Archivbild)
© deutsche presse agentur

24. September 2021 - 16:08 Uhr

Gefahr für Mordverdächtigen durch Mitgefangene?

Dr. Hartmut F., Zahnarzt und mutmaßlicher Mörder von drei Menschen in Kiel, ist laut einem "Bild"-Bericht von der Justizvollzugsanstalt (JVA) Lübeck in die JVA Waldeck nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt worden. RTL-Recherchen decken sich mit dieser Information. Es soll mehrere Gründe für die Verlegung gegeben haben. Unter anderem könne eine Gefahr in der JVA Lübeck für den Tatverdächtigen – ausgehend von Mitgefangenen – nicht ausgeschlossen werden, heißt es von "Bild" weiter.

Mehr als zehn Schüsse auf Ehefrau und ihren neuen Freund

Wie bestialisch Dr. Hartmut F. bei seinen Taten vorgegangen sein soll, erfährt RTL Anfang September exklusiv aus Ermittlerkreisen:. Demnach soll F. seine Noch-Ehefrau und deren neuen Freund hinterrücks mit mehr als zehn Schüssen erschossen haben.

Wenig später wurden Waffenteile im Eckernförder Hafen gefunden. Diese sollen aber laut RTL-Informationen nicht von F. selbst, sondern von einer weiteren Person ins Wasser geschmissen worden sein. Inwiefern diese Person etwas mit der Tat zu tun hat, wird aktuell ermittelt. Fest steht aber, dass Hartmut F. durch seinen Jagdschein legal Waffen besitzen durfte.

Auch ein Bekannter von Hartmut F. muss sterben

Nachdem die Leichen seiner Ehefrau Hanna F. und ihrem neuen Freund Tobias H. gefunden wurden, entdeckte die Polizei eine dritte Leiche in einer Kieler Wohnung. Hierbei handelt es sich um einen 52-jährigen Mann "aus dem persönlichen Umfeld des Tatverdächtigen", wie es aus Ermittlerkreisen heißt.

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Er durfte sich seiner Frau nicht mehr nähern - Kinder bleiben zurück

Wie eine Nachbarin im RTL-Interview erzählt, soll der 47-Jährige Hartmut F. seiner Ehefrau das Nasenbein gebrochen haben. Danach habe er aus dem Haus der Familie ausziehen müssen und der Zahnarzt habe sich seiner Frau nicht mehr nähern dürfen. Gemeinsam haben die beiden vier Kinder, davon sollen zwei im Teenageralter sein. (kbü)