Untergrund des Sees sackt plötzlich zusammen

Nicole (13) rettet kleine Schwester und Freundin vor dem Ertrinken und stirbt selbst

Die 13-Jährige wurde später an diesem Tag für tot erklärt
Die 13-Jährige wurde später an diesem Tag für tot erklärt
© Mirrorpix

26. September 2021 - 10:13 Uhr

Ihre Mutter will "Ducklington Lake" in Witney, Oxfordshire zuschütten lassen

Nicole Sanders ist eine Heldin. Selbstlos rettete sie ihre Schwester Teagan und auch die Freundin der kleinen Schwester vor dem Ertrinken. Doch die Kräfte reichten nicht für ein Wunder aus, sie selbst schaffte den Überlebenskampf nicht und starb im Alter von nur 13 Jahren. Ihre Mutter will jetzt den "Ducklington Lake" in Witney, Oxfordshire zuschütten lassen, wie "The Mirror" berichtet.

Nicole Sanders erlitt einen Herzstillstand

Als sich der Unfall ereignete, hatte Nicole die beiden jüngeren Mädchen an der Hand gehalten, wie Augenzeugen berichten. Plötzlich brach der Untergrund unter ihnen zusammen. "Niki schaffte es, wieder zu Teagan zu gelangen und drückte sie hoch, so dass ihr Kopf immer wieder aus dem Wasser ragte. Das tat sie bis man Teagan herausholte", erklärt die Mutter. Passanten, die vom Ufer das Unglück sahen, eilten herbei und halfen Teagan und ihrer Freundin.

Für die 13-jährige Nicole kam jede Hilfe zu spät. Sie konnte zwar von Rettungskräften aus dem Wasser gezogen werden. Die Lunge des Mädchens war jedoch voller Wasser, ihr Herz blieb stehen. Einen Tag später wurde sie im Krankenhaus für tot erklärt, heißt es laut "The Mirror".

Badeverbot: Der „Ducklington Lake“ ist eine überflutete Kiesgrube

Mutter Amanda ist am Boden zerstört. Sie ist entschlossen, den" Ducklington Lake" absperren oder zuschütten zu lassen. Das Gewässer sei "extrem tief und tödlich". Doch ganz so einfach ist es nicht, denn in dem See darf eigentlich gar nicht gebadet werden.

Der "Ducklington Lake" ist eine überflutete Kiesgrube, die Mitte der 1980er Jahre ursprünglich gegraben wurde, um Material für die Umgehungsstraße in Witney zu gewinnen. Heute stehen überall Verbotsschilder, dass der See nicht betreten werden darf. Aber an heißen Sommertagen ist er ein äußerst beliebter Ort für ein Bad wie auch im Juli. Jetzt überprüfe die Stadt die Sicherheit und will eine Risikobewertung durchführen lassen. Für die 13-jährige Nicole Sanders kommt das zu spät.