Emotionale Worte an den WM-Ausrichter Katar auf DFB-Kongress

"Fußball ist für alle da, für die Jungen, für die Mädchen und alle dazwischen"

 Qatari traditional dance, Doha, Qatar. PUBLICATIONxNOTxINxUAExKSAxQATxLIBxKUWxOMAxBRN Copyright: xSylviexVanxRoey/arabianEyex SV27788
Katar sorgt als Ausrichter der Fußball-WM 2022 weiterhin für negative Schlagzeilen.
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Eine Fan-Rede beim DFB-Kongress am Montagabend in Frankfurt berührt derzeit auf Instagram viele Menschen. Fan-Vertreter Dario Minden vom Verein „Unsere Kurve e.V. Frankfurt“ richtete sich mit kritischen Worten direkt an den katarischen Botschafter im Publikum. Er betonte, dass Fußball für alle Menschen da ist, auch für Schwule und Lesben. Ebenso forderte er die Abschaffung von Strafen im Bezug auf sexuelle Identität, allen voran die Todesstrafe.

Die emotionale Rede im Video

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"Ich bin ein Mann und ich liebe Männer"

„Ich habe – seien sie jetzt bitte nicht geschockt – Sex mit anderen Männern. Das ist normal. Also gewöhnt euch bitte dran. Oder verschwindet aus dem Fußball.“ Mit seiner emotionalen Rede auf dem DFB-Kongress am Montag hat sich Fan-Vertreter Dario Minden direkt an den im Publikum sitzenden Botschafter von Katar gewandt - und Abdulla Mohammed al Thani heftig kritisiert.

Der Katari nickt ihm im Video zustimmend zu. „Fußball ist für jeden da. Es spielt keine Rolle, ob du lesbisch bist oder schwul. Er ist für alle da, für die Jungen, für die Mädchen und alle dazwischen“, führte der Fan-Vertreter weiter aus.

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Minden fordert al Thani auf, jegliche Strafen abzuschaffen

„Schaffen Sie die Todesstrafe ab“, wandte er sich direkt an den Vertreter aus dem Wüstenstaat. „Schaffen Sie alle Strafen ab, die mit sexueller Identität zu tun haben.“

„Die Regel ‘Fußball ist für alle da’ ist so wichtig. Wir können es Ihnen nicht erlauben, sie zu brechen. Egal wie reich Sie sind“, kam er zu seinem Schlusswort. „Sie sind in der internationalen Fußball-Gemeinschaft mehr als willkommen. Und natürlich können sie auch ein großes Fußballturnier ausrichten. Aber im Sport ist es, wie es ist: Sie müssen die Regeln akzeptieren.“

Die Weltmeisterschaft und das Gastgeberland stehen in der Kritik, weil in Katar beispielsweise Homosexualität verboten ist und es noch immer die Todesstrafe gibt. Auch beim Bau der Stadien soll es zu massiven Menschenrechtsverletzungen gekommen sein. (tve)