Exklusives Interview im Trainingslager

Julian Brandt bekennt sich verhalten zum BVB

28. Juli 2021 - 10:04 Uhr

Ciao, BVB?

Ein Trainingslager heißt immer auch: Eigenwerbung beim Coach. Im Fall von Borussia Dortmund heißt es sogar: Eigenwerbung beim neuen Coach. Denn bei Marco Rose versprechen sich einige Akteure Einsatzzeiten, von denen sie unter Edin Terzic nur träumen konnten. So auch Julian Brandt. Der Nationalspieler ist nicht so richtig in Form gekommen, spielte eine durchwachsene Saison. Von der erträumten Rolle als Stammspieler beim BVB weit entfernt hatte er wegen mangelnder Leistung sogar die EM verpasst. Ein Wechsel-Grund? Immer wieder gab es Gerüchte um einen vermeintlichen Transfer zu Konkurrenten aus Italien. Ob Julian Brandt nun in Dortmund bleibt und wie er diese Entscheidung begründet, erzählt er im Video am RTL-Mikrofon.

Erwartung: Leistungssteigerung!

Der BVB ist derzeit in Bad Ragaz im Trainingslager. Und dort blicken auch die Verantwortlichen von Dortmund gespannt auf Julian Brandt. Was ist drin beim 25-Jährigen? "Es macht total Sinn, dass sich Julian unter dem neuen Trainer beweisen kann. Er ist ein guter Typ, hat unglaubliches Potenzial", sagte Sportdirektor Michael Zorc und betonte: "Ich erwarte von ihm allerdings eine Leistungssteigerung."

Denn unter Edin Terzic kam Julian Brandt zuletzt überhaupt nicht in Fahrt. Anders als die anhaltenden Wechsel-Gerüchte um den Nationalspieler. Vor allem AC Mailand und Lazio Rom wurden heiß diskutiert. Brandt selbst lässt das alles kalt, wie er uns im Interview erzählt.

"Ich spiele sehr gerne hier. Von meiner Seite gab es nie Anzeichen, dass ich vor einem Wechsel stehe", distanzierte sich Brandt von den Gerüchte. "Ich habe die Gerüchte nie selber angefeuert, das waren die Gazetten in Italien."

"Also bleiben Sie in Dortmund?", hakte unser Reporter Ulli Klose nach. "Ich glaube nicht, dass ich dieses Jahr woanders spielen werde." Ein deutlicheres Statement konnten wir Julian Brandt nicht entlocken.

"Wollen was bewegen"

Nach einer enttäuschenden Saison steht aber nicht nur Brandt im Fokus. Wenn der BVB den Angriff auf Serienmeister Bayern München starten will, dann benötigt das Rose-Team deutlich mehr Konstanz. "Wir wollen in dieser Saison richtig was bewegen", sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

Dazu soll auch die Rückkehr der Fans beitragen. Die Trainingseinheiten in Bad Ragaz müssen aufgrund der Corona-Pandemie aber noch ohne Zuschauer stattfinden. "Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten am Trainingsgelände ist es aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich, das Training öffentlich stattfinden zu lassen und gleichzeitig den Schutz unserer Fans zu gewährleisten", teilte der BVB mit.

Und auch der neue Superstar Donyell Malen bringt neue Hoffnung nach Dortmund. Der Wunschspieler ist als Sancho-Ersatz gekommen und bereits ins Mannschaftstraining eingestiegen. (lgr/sid)