"Dirt Torpedo"

Studenten aus Fulda entwickeln Tunnelbohrmaschine für Elon Musk

19. Juli 2021 - 12:28 Uhr

Zukunftstechnik aus Hessen

Fünf Studenten aus Fulda wollen es wissen: In nur wenigen Monaten haben sie eine Tunnelbohrmaschine entwickelt, die schneller und besser sein soll als alle zuvor und vor allem auch als die Neuentwicklungen, die gerade parallel in elf Hochschulen weltweit entstehen. Denn sie alle wollen den Wettbewerb von Tesla-Chef Elon Musk gewinnen. Was die Maschine alles kann – im Video.

Elon Musks Projekt "Hyper Loop" mobilisiert kreative Tüftler weltweit

Es geht um hoch moderne Beförderungsmethoden der Zukunft, um beispielsweise Großstädte vor einem Verkehrskollaps zu bewahren. Dafür hat Tesla-Chef Elon Musk das Projekt "Hyper Loop" ins Leben gerufen: die schnelle Beförderung in Tunnelröhren unter der Erde. Um die zu bohren hat Musk einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Insgesamt 400 Teams aus der ganzen Welt haben sich dafür angemeldet und Konzepte eingereicht. Daraus wurden 12 Ideen ausgewählt - und der "Dirt-Torpedo" aus Fulda gehört dazu.

Entwickler Adrian Fleck: Dirt Torpedo soll "schneller als eine Schnecke" sein

Mit ihrem Tunnelbohrer "Dirt Torpedo" wollen Adrian Fleck und seine vier Mitstudenten aus Fulda den Wettbewerb gewinnen. Die Vorgabe von Musk: Der Bohrer soll sich mit mehr als drei Kilometer pro Stunde durch die Erde fressen und damit schneller als eine Schnecke sein. Klingt komisch? Ja! Aber viele Bohrer sind wesentlich langsamer. Und der Bohrer aus Fulda ist sogar fast doppelt so schnell: Er schafft 5,4 Kilometer pro Stunde.

Ein Preisgeld gibt es für den ganzen Aufwand nicht, dafür aber die weltweite Aufmerksamkeit. Ende Juli soll der "Dirt Torpedo" dann erstmals getestet werden, bevor es dann im August zum Wettbewerb nach Las Vegas geht.