Jetzt hat der BVB die Champions League wieder selbst in der Hand

Frankfurts Sitz-Tor reicht nicht - Eintracht nach Remis gegen Mainz nur noch Fünfter

Frankfurt rutscht im Kampf um die Champions League aus
Frankfurt rutscht im Kampf um die Champions League aus
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09. Mai 2021 - 17:36 Uhr

Traumtor von Hrustic - sonst nix

Gestern machte Borussia Dortmund den FC Bayern München vorzeitig zum Meister, 24 Stunden später leistete Mainz 05 dem BVB Schützenhilfe im Kampf um den vierten Champions-League-Platz. Durch ein 1:1 bei Eintracht Frankfurt haben die viertplatzierten Borussen die Quali für die Königsklasse nun wieder selbst in der Hand. Frankfurt liegt einen Zähler dahinter auf Rang fünf. Mainz kann dank der Kölner Pleite gegen Freiburg nun nicht mehr direkt absteigen.

Eintracht Frankfurt - FSV Mainz 05 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Onisiwo (11.), 1:1 Hrustic (85.)

Nervös, geschockt, ideenlos

Nervös starteten die Gastgeber auch ins 100. Bundesligaspiel von Trainer Adi Hütter - und wurden nach zögerlichem Beginn gleich eiskalt von den selbstbewussten Mainzern bestraft. Onisiwo setzte aus rund 20 Metern völlig unbedrängt einen Flachschuss ins Eck.

Die Eintracht wirkte geschockt, agierte zu ideenlos und scheiterte mit ihren Offensivbemühungen immer wieder an den bissigen Gästen, die tief in der eigenen Hälfte auf Konter lauerten. Hütter versuchte, seine Elf vom Spielfeldrand aus zu unterstützen, die Verunsicherung legte sich mit zunehmender Spieldauer aber keineswegs.

Bis auf einen wuchtigen Abschluss von Filip Kostic (20.), den der starke 05-Keeper Robin Zentner parierte, und einen Sololauf von Andre Silva (37.), den Jeremiah St. Juste in höchster Not stoppte, brachten die Hessen nichts zustande. Dazu musste Führungsspieler Sebastian Rode bereits früh verletzt runter (29.).

Auch nach der Pause überließen die Mainzer, die im ersten Durchgang nur 24 Prozent Ballbesitz hatten, dem Gegner das Spiel. Die Eintracht wusste mit dem Ball allerdings nur wenig anzufangen - ein verzweifelter Distanzschuss von Daichi Kamada (52.) ging weit vorbei.

Erst nach einer Stunde reagierte Hütter auf den uninspirierten Auftritt seiner Elf und brachte in Amin Younes, Stefan Ilsanker und Timothy Chandler frische Kräfte. Chancen blieben jedoch Mangelware, die Leichtigkeit der vergangenen Wochen fehlte den Frankfurtern auch in der Schlussphase. Onisiwo verpasste auf der Gegenseite seinen zweiten Treffer (75.), dann glich Hrustic mit einem kuriosen Tor im Sitzen aus.

MLI/sid

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