Reus und Sancho machen Zittersieg gegen Leipzig perfekt

BVB macht Bayern zum Meister und träumt weiter von der Champions League

BVB-Matchwinner Jadon Sancho glänzte beim 3:2-Sieg gegen Leipzig mit einem Doppelpack
BVB-Matchwinner Jadon Sancho glänzte beim 3:2-Sieg gegen Leipzig mit einem Doppelpack
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08. Mai 2021 - 18:05 Uhr

BVB mit Big Point im Kampf um die Champions League

Noch bevor der FC Bayern München im Abendspiel Borussia Mönchengladbach empfängt, kann der Meister-Weißbierhahn aufgedreht werden. Dank eines spektakulären 3:2-Zittersieges von Borussia Dortmund gegen RB Leipzig machten die Münchner noch im Mannschaftsbus den neunten Meistertitel in Folge perfekt. Für den zuletzt immer stabiler auftretenden BVB war der Dreier ein Riesenschritt in Richtung längst verloren geglaubter Champions-League-Qualifikation. Wolfsburg schlug Union Berlin 3:0. Hoffenheim drehte die Partie gegen Schalke. Keinen Sieger gab es zwischen Bremen und Leverkusen.

Hier geht es zu den Ergebnissen und zur Tabelle

Borussia Dortmund – RB Leipzig 3:2 (1:0)

Tore: 1:0 Reus (7.), 2:0 Sancho (51.), 2:1 Klostermann (63.), 2:2 Olmo (77.), 3:2 Sancho (87.)

Puh, was für ein turbulenter Nachmittag für Borussia Dortmund. Erst überragend, dann hart ernüchtert und mit Abpfiff extrem glücklich! Im Kampf um die Teilnahme an der Champions League landet die Mannschaft von Trainer Edin Terzic einen brutal wichtigen Erfolg. Und das vor allem dank Jadon Sancho! Der hatte für die Dortmunder nach einem überragenden Treffer von Kapitän Marco Reus zum 1:0 kurz nach der Pause auf 2:0 gestellt – und schließlich drei Minuten vor Ende den Siegtreffer zum 3:2 erzielt, ihn dabei selbst mit der Hacke vorbereitet.

Was dazwischen war? Nun, eine Leipziger Drangphase, die es in sich hatte – und die die überforderten Dortmunder doppelt bestrafte! Als es nach einem harten Dämpfer im Kampf um die Königsklasse aussah, kam Sancho. Der BVB rückt damit vorübergehend auf Rang vier vor. Eintracht Frankfurt kann am Sonntag im Derby gegen den FSV Mainz 05 allerdings nach- und wieder vorbeiziehen. Dafür brauch die SGE aber ebenfalls einen Sieg.

Übrigens, nicht ganz unwichtig: Durch den Sieg der Dortmunder ist der FC Bayern zum 30. Mal in der Geschichte der Bundesliga Deutscher Meister! Denn Leipzig, letzter Konkurrent, kann bei sieben Punkten Rückstand und noch zwei ausstehenden Spielen nicht mehr vorbeigehen.

VfL Wolfsburg – Union Berlin 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Brekalo (12.), 2:0 Brekalo (63.), 3:0 Brekalo (90.)

Wolfsburg kann nach einem hochkonzentrierten Auftritt so gut wie sicher für die Königsklasse planen. Schon früh gingen die Wölfe in Front. Ridle Baku legte ab auf Josip Brekalo, der die Kugel aus 18 Metern in den Winkel schlenzte. Union kam in der ersten Halbzeit nur auf eine Chance, und die war nicht nennenswert. Umso nennenswerter der Auftritt von Brekalo. Nach einer Stunde landete sein abgefälschter Schuss zum 2:0 im Netz, Kurz vor Schluss machte er sogar seinen ersten Bundesliga-Dreierpack perfekt. Ein Doppelpack war ihm indes noch nie gelungen.

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TSG Hoffenheim – FC Schalke 04 3:2 (0:2)

Tore: 0:1 Uth (12.), 0:2 Mustafi (43.), 1:2 Kramaric (47.), 2:2 Akpoguma (52.), 3:2 Baumgartner (60.), 4:2 Bebou (64.)

Der FC Schalke 04 fremdelt zwar heftig mit Liga eins, nicht aber mit der TSG Hoffenheim. Das gilt zumindest für drei von vier Halbzeiten gegen die Kraichgauer. Den ersten Sieg der Saison feierten die Gelsenkirchener im Hinspiel beim spektakulären 4:0 und auch die erste Halbzeit in Sinsheim geht klar an die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis. Mark Uth wird nach zwölf Minuten wirklich schön freigespielt! Wie das klingt: freigespielt! Hat man auf Schalke lange nicht gesehen. Noch bizarrer ist die Geschichte des zweiten Treffers: Ausgerechnet der zwischendurch schon ausgemusterte und angeblich in die Trainerrevolte gegen Christian Gross federführend involvierte Shkodran Mustafi trifft nach einer Ecke per Kopf. Und das völlig verdient. Denn die Schalker machen bis zur Pause ein wirklich gutes Spiel. Und dann? Dann ist alles wie immer – und sogar noch ein bisschen schlimmer. Binnen 17 Minuten kollabieren die Gäste komplett und werden vorgeführt. Vor allem von Andrej Kramaric, der erst das 1:2 schießt und dann die Treffer zum 2:2 und 3:2 vorbereitet.

Werder Bremen – Bayer Leverkusen 0:0

Rot. Dinkci (BRE/90.+4)

Gegen technisch bessere Gäste hatte die Bremer Defensive alle Hände respektive Füße voll zu tun. Glück hatte Werder, als ein Treffer von Florian Wirtz (35.) wegen Abseits`aberkannt wurde. 70 Prozent Ballbesitz und zahlreiche Torchancen versüßten Bayer zwar den Pausentee, mehr aber auch nicht. Denn auch nach dem Wiederanpfiff kriegte die Werkself das Ding nicht im Kasten von Jiri Pavlenka unter. Negativer Höhepunkt: Nur acht Minuten nach seiner Einwechslung musste Werders Eren Dinkci nach einem Foul gegen Nadiem Amiri schon wieder runter. Runter könnte es auch noch für beide Teams gehen. Was der Punkt für die die Grün-Weißen im Abstiegskampf wert ist, entscheidet sich vor allem am Sonntag, wenn Köln, Hertha und Bielefeld spielen. Leverkusen droht hingegen noch vom Europa-League-Platz verdrängt zu werden.

MLI/TNO

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