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Frankfurt: Müllabfuhr holt Sperrmüll ab - Obdachloser stirbt nach tragischem Matratzen-Unglück

Tragisches Unglück in Frankfurt am Main

Müllabfuhr holt Sperrmüll ab - jetzt ist ein Obdachloser tot

 Coronavirus - Leben in Dortmund Dortmund, Deutschland 06.11.2020 - Coronavirus - Leben in Dortmund: Ein Obdachloser schläft in einer Einkaufsstraße. Foto: Wedel/Kirchner-Media Dortmund Nordrhein-Westfalen Deutschland *** Coronavirus Living in Dortmu
In einer ähnliche Schaumstoffmatratze war der 30-Jährige eingewickelt. Als die Mitarbeiter der FES ihn entdeckten, war er bereits bewusstlos. Symbolbild/Imago
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Ein tragischer Unfall in Frankfurt nimmt ein trauriges Ende: Nachdem ein Obdachloser bei der Abholung von Sperrmüll schwer verletzt wurde, ist er am Montag im Krankenhaus gestorben. Das teilte die Polizei in Frankfurt mit.

Der 30-Jährige war in einer Schaumstoffmatte eingewickelt gewesen, welche bei der Entsorgung von Sperrmüll mit einem Greifer in den Lkw gehoben werden sollte . Dabei wurde der obdachlose Mann schwer verletzt. Zwei Mitarbeiter der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH entdeckten den bewusstlosen Mann.

Schutzmaßnahmen sollen hinterfragt werden

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„Ein junger Mann verliert sein Leben, zwei Mitarbeitende werden während ihrer Arbeit traumatisiert – die Tragik des Unfalls ist für mich kaum mit Worten zu beschreiben“, sagte die Frankfurter Sozialdezernentin Elke Voitl (Grüne) zu dem Unglück.

Die Frankfurter Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) ist, teilte mit, dass Mitarbeitende der FES es gewohnt wären, im Umfeld des Frankfurter Bahnhofviertels zu arbeiten.

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Dadurch wären sie auch für eventuelle Gefahrensituationen sensibilisiert. Ähnliche Vorkommnisse habe es bisher nicht gegeben. „Wir werden diesen tragischen Tod zum Anlass nehmen, um alle Schutzmaßnahmen zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen“, sagte Heilig, die sich tief betroffen zeigte.

Die zwei FES-Mitarbeiter, die den Obdachlosen gefunden haben, sollen psychologischen Beistand bekommen. (dpa/ast)