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Frankfurt: 65 Gäste erkranken nach Restaurantbesuch an Magen-Darm-Infekt - Lokal geschlossen

Illegale Gewürzpaste verwendet?

Frankfurt: 65 Gäste erkranken nach Restaurantbesuch

The metaphor of gastrointestinal problems like constipation or diarrhea.
Nach Restaurantbesuch: 65 Gäste erkranken an Magen-Darm-Infekt.
Sinisa Botas - Fotolia

Das war kein gutes Essen: Nach dem Besuch eines Restaurants in Frankfurt haben sich mindestens 65 Gäste eine Magen-Darm-Erkrankung zugezogen. Die Behörden vermuten, dass hinter der Erkrankung eine in Deutschland nicht für den Verzehr freigegebene Gewürzpaste stecken könnte, wie die Stadt Frankfurt am Main am Montag mitteilte.

Betreiber schließt Restaurant freiwillig

Der erste Gast ist den Angaben zufolge bereits am 3. April erkrankt. Nachdem die Behörden von den Verdachtsfällen erfuhren, sei man sofort tätig geworden. Die Betreiber hätten das Restaurant daraufhin am 18.April freiwillig geschlossen, am 19. April kam laut Mitteilung der Stadt Frankfurt dann die amtliche Anordnung zur Schließung hinzu.

Lebensmittelbehörde kontrollierte das Restaurant

Lebensmittelkontrolleure hatten den Betrieb demnach routinemäßig am 4. April kontrolliert. Dabei hätten die Mitarbeiter der Restaurantbetreiberin untersagt, eine Gewürzpaste beim Kochen zu verwenden, die in Deutschland als „nicht verkehrs- und verzehrfähig“ gilt. „Da nicht auszuschließen ist, dass im vorliegenden Fall diese Gewürzpaste benutzt und gegebenenfalls Ursache der Erkrankungen sein könnte, wurde am 21. April eine Probe hiervon in einem Lager des Unternehmens in Dreieich genommen“, teilte die Stadt Frankfurt mit. Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchung liegen noch nicht vor.

Nach den vielen erkrankten Gästen könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass weiterhin mit der Paste gekocht wurde. Doch auch eine Erdnusssauce und ein Hähnchenpulver stehen im Verdacht, die Erkrankungen ausgelöst zu haben und werden geprüft.

Daher bleibt das Restaurant auf Weiteres geschlossen. Die meisten betroffenen Gäste sind nach Angaben der Stadt wieder vollständig genesen. Ob auf den Gastroenteritisausbruch auch schwerere Krankheitsverläufe folgten, ist bislang nicht bekannt. (eon, swi)