Profil des Sotschi Autodrom

In Russland kommt es auf den Start an

Sotschi Autodrom
Sotschi Autodrom
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22. September 2021 - 17:14 Uhr

Ähnliches Problem wie in Monaco

Beim russischen Formel-1-Heimspiel von Nikita Mazepin liegt der Fokus voll auf dem Start. Der Sotschi Autodrom, Austragungsort des Russland-GP, gilt nicht gerade als Lieblingsstrecke der Fahrer und Fans. Wer überholen will, muss sich sputen.

Kurven werden schnell gefahren

2018 Russian GP SOCHI AUTODROM, RUSSIAN FEDERATION - SEPTEMBER 28: Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09 EQ Power+, leads Sebastian Vettel, Ferrari SF71H during the Russian GP at Sochi Autodrom on September 28, 2018 in Sochi Autodrom, Russian Federatio
Bislang ist Sotschi Mercedes-Land.
© imago/Motorsport Images, Steve Etherington, imago sportfotodienst

Der Start. Auf den wird es in Sotschi am Sonntag mehr denn je ankommen, die ersten Meter am Schwarzen Meer sind für den Rennausgang vermutlich fast so entscheidend wie in Monaco. Denn: Überholen ist für Lewis Hamilton, Max Verstappen und Co. im Autodrom durch den Olympia-Park der Winterspiele von 2014 schwierig bis nahezu unmöglich.

"Man muss 1,4 oder 1,5 Sekunden pro Runde schneller sein als der Vordermann, um zu überholen", sagte Hamilton einmal über den 5,848 km langen Kurs. Da viele der 18 Kurven sehr schnell gefahren werden, macht sich das Problem der so genannten "Dirty Air" bei den Wagen mit ihrer ausgeklügelten Aerodynamik stark bemerkbar, allein das Hinterherfahren wird zur Herausforderung. Zudem verschleißen die Reifen auf dem glatten Asphalt weniger als auf anderen Strecken.

2023 geht es nach St. Petersburg

Die Folge: Sotschi gehört unter den Stars und Fans nicht gerade zu den Lieblingsstrecken im Jahr. Selbst nach der über einen Kilometer langen Geraden und einem kurzen Rechtsknick passiert beim starken Anbremsen auf Kurve zwei kaum mal etwas. Ausnahme ist der Start. "Der Kurs müsste schon ein einziges großes Oval werden", sagte Verstappen, damit es zu mehr Action auf der Strecke kommt.

Die Macher der Formel 1 haben das Problem natürlich längst erkannt. Seit 2014 wird in Sotschi gefahren, nächstes Jahr macht die Königsklasse ein letztes Mal in der Olympia-Stadt Halt. Ab 2023 dreht die Formel 1 in St. Petersburg ihre Runden - und hofft auf abwechslungsreichere Rennen in Russland. (msc/sid)