Neuer Job für den Deutschen

Capito ist jetzt auch Williams-Teamchef

Jost Capito
Jost Capito
© Getty Images, Bongarts, WTM / WTM

09. Juni 2021 - 17:21 Uhr

Capito übernimmt Chef-Posten

Neue Aufgabe für Jost Capito: Der Deutsche ist ab sofort auch Teamchef des Formel-1-Rennstalls Williams. Bislang war der 62-Jährige dort als CEO tätig. Der bisherige Teamchef Simon Roberts verlässt Williams.

Formel 1 hat einen zweiten deutschen Teamchef

Neuaufstellung beim Traditions-Rennstall Williams. Jost Capito übernimmt beim britischen Team eine Doppelrolle und fungiert nun nicht nur als Geschäftsleiter, sondern auch als Teamchef. Er ist damit neben Andreas Seidl (McLaren) der zweite Deutsche in dieser Position.

Technik-Chef ist der Franzose François-Xavier Demaison, der auch während den Rennen für die Arbeit an der Strecke verantwortlich ist.

Noch keine Punkte für Williams

Roberts verlasse Williams wegen "interner Umstrukturierung", wie es offiziell hieß. "Es war schön, als Nachfolger der Williams-Familie dieses Team führen zu dürfen. Nun ist diese Phase des Umbruchs abgeschlossen, und ich möchte neue Ziele verfolgen."

Capito: "Simon hat in den vergangenen zwölf Monaten eine elementare Rolle gehabt, den Rennstall durch eine Übergangsperiode zu führen."

Williams ist das drittälteste und dritterfolgreichste Team in der Königsklasse, sieben Fahrer- und neun Konstrukteurstitel gewann der Rennstall seit 1977. In dieser Saison holte Williams mit den beiden Piloten George Russell und Nicholas Latifi noch keinen WM-Punkt.

Vor dem Saisonstart 2021 hatte Capito RTL ein exklusives Interview gegeben. Damals erklärte er, warum er sich der Aufgabe beim Rennstall widmet. "Williams ist für mich nochmal die größte Herausforderung und Ehre", so Capito. Ziel sei es, näher an die Konkurrenz heranzukommen, die Platzierung eher zweitrangig. Seinen Schützling Russell bezeichnete er als kommenden Weltmeister.

RTL.de empfiehlt

Anzeigen:

Capito startete seine Motorsport-Laufbahn als Ingenieur bei BMW in den 1980er Jahren. Später wechselte er zu Porsche und dann zu Sauber. Mit Ford holte er den Rallye-WM-Titel 2007, anschließend arbeitete er für VW Motorsport. (msc)

Auch interessant