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Formel-1-Hammer: Porsche denkt "ernsthaft" über Einstieg nach

Noch keine Entscheidung getroffen, aber...

F1-Hammer: Porsche denkt "ernsthaft" über Einstieg nach

Porsche Logo
Leuchtet das Porsche-Logo demnächst auch in der Formel 1?
deutsche presse agentur

Es wird heiß, womöglich sogar richtig heiß!

Kehrt Porsche in die Formel 1 zurück? Gerüchte über ein Comeback der Stuttgarter in der Königsklasse halten sich schon länger. Sportchef Thomas Laudenbach bestätigte nun, dass ein Wiedereinstieg ein durchaus heißes Thema ist. Gleichzeitig verriet er, was nötig ist, damit der Hersteller auch seine letzten Zweifel beseitigt und wieder Teil der F1 wird.

"Dinge in der Formel 1 gehen in die richtige Richtung"

In einer Medienrunde erklärte Laudenbach vor seiner Abreise zum großen WEC-Finale in Bahrain (Samstag ab 17 Uhr live im Free-TV bei NITRO), dass die Formel 1 auch für Porsche Reize bietet, denen der Autobauer womöglich nicht widerstehen kann. "Der Wert der Formel 1 in puncto Marketing und PR ist unbestritten", sagte der Sportchef.

Aus diesem Grund schaue man sich das Thema auch "ernsthaft" an, ergänzte der 53-Jährige, der gleichzeitig aber auch betonte, dass noch keine finale Entscheidung getroffen wurde. Dennoch sei es "kein Geheimnis, dass wir darüber nachdenken". Zudem sei auch bekannt, dass sich Porsche bereits im Austausch mit dem Motorsport-Weltverband FIA befinde, erklärte Laudenbach.

Damit es zum Wiedereinstieg der Stuttgarter kommt, muss die Formel 1 vorher aber noch die Weichen für die Zukunft stellen. Hier läuft es laut Laudenbach schon den Porsche-Wünschen entsprechend: "Soweit ich weiß, gehen die Dinge in der Formel 1 in die richtige Richtung."

Porsche stellt drei Bedingungen an die Formel 1

Um ans Ziel zu kommen und grünes Licht für einen Porsche-Einstieg zu geben, bedarf es Laudenbach zufolge drei Dinge. "Der Motorsport muss für die Serie relevant bleiben, die Elektrifizierung muss also stärker betont werden. Auch in der Formel 1", betonte der Sportchef.

Darüber hinaus müsse es eine Begrenzung der Kosten geben. "Der Budget-Deckel ist schon ein erster Ansatz, ein solches Limit muss auch bei den Antrieben kommen, es ist in Diskussion", so Laudenbach.

Last but not least haben sie bei Porsche auch und vor allem die Wettbewerbsfähigkeit im Blick. Dass nur zwei Teams überhaupt die Chance auf die WM und einige Rennställe deutlich mehr Möglichkeiten als andere haben, ist für die Stuttgarter ein Alarmsignal. "Ein Einstieg macht nur Sinn, wenn es eine Reglement-Änderung gibt, die bedeutet, dass alle Mitbewerber auf gleicher Basis beginnen können", sagte Laudenbach.

Damit es zum von vielen Fans erwarteten Comeback kommt, müsse das Paket "in allen Details" passen, ergänzte der Sportchef, der mit seinen Aussagen bei den Fans trotz aller Zurückhaltung am Ende deutlich mehr Hoffnung als Zweifel weckte. (tno/sport.de)