Entscheidung ist angeblich gefallen

Formel-1-Hammer! Audi-Einstieg steht unmittelbar bevor

24.11.2021, Niedersachsen, Hannover: Das Logo vom Automobilhersteller Audi ist am Abend  an einem Fahrzeug zu sehen. Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am 25.11.2021 im Dieselskandal zu möglichen Schadenersatzansprüchen gegen die VW-Tochter Audi.
Die Audi-Ringe strahlen bald wohl auch in der Formel 1
mof kno, dpa, Moritz Frankenberg

Vier Ringe für die Formel 1

Der seit vielen Monaten diskutierte Einstieg von Volkswagen-Tochter Audi in die Formel 1 steht offenbar unmittelbar bevor. Dies geht aus einem Brief hervor, den die Konzernleitung vor wenigen Tagen an den ehemaligen FIA-Boss Jean Todt und F1-Oberhaupt Stefano Domenicali schickte.

Neue Regularien guter Kompromiss

Dass Audi mit einem Einstieg in die Formel 1 flirtet, ist schon lange bekannt. CEO Markus Duesmann bestätigte entsprechende Pläne erst vor wenigen Tagen und sprach in diesem Zusammenhang von "intensiven Gesprächen" mit den Verantwortlichen der Königsklasse.

Diese Gespräche waren offenbar zielführend, wie nun aus einem Brief hervorgeht, der unter anderem dem englischen Motorsport-Portal "racingnews365.com" sowie dem "Motorsport Magazin" vorliegt.

In dem Schreiben gratulierten Duesmann und Technik-Vorstand Oliver Hoffmann dem mittlerweile abgelösten FIA-Chef Jean Todt und Formel-1-Boss Stefano Domenicali zur Austragung einer "bis zur letzten Runde der Saison" fairen Meisterschaft.

Darüber hinaus schrieben die beiden Audi-Verantwortlichen, dass der Konzern nun kurz davor stehe, die Unterschrift zu Papier zu bringen und sich der Formel 1 anzuschließen.

Die auf der FIA-Sitzung am 15. Dezember neu beschlossenen Regularien seien ein guter Kompromiss, der einen fairen und ausgeglichenen Kampf um die Meisterschaft ermögliche, heißt es. Der Brief wurde noch vor der Abstimmung über die neuen Regularien an sämtliche Vertreter des Motorsport-Weltrats verteilt.

Audi hat gute Gründe für F1-Einstieg

Ein fairer Wettbewerb und die Nachhaltigkeit waren stets die beiden Punkte, von denen Audi seinen Formel-1-Einstieg abhängig machte. Mit den nun gefassten Beschlüssen, die ab der Saison 2026 gelten, wurden diese Bedingungen offenkundig erfüllt.

Zum einen beschloss der Motorsport-Weltverband die Einführung eines zu 100 Prozent nachhaltigen Kraftstoffs sowie eine weitere Kosten-Reduzierung. Darüber hinaus bekommen die Motoren eine Generalüberholung: Die MGU-H-Einheit entfällt - ein Punkt, der in den Verhandlungen intensiv diskutiert wurde und für Volkswagen besonders wichtig war. Mercedes hatte sich ursprünglich noch dagegen gesträubt, zuletzt aber auch Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Ob Audi ab 2026 in die Formel 1 antritt, muss nun die Führung des VW-Konzerns entscheiden. (sport.de)