Damals jüngster Formel-1-Weltmeister

Fernando Alonsos historischer WM-Triumph: Der "Prinz von Asturien" löst Emerson Fittipaldi ab

Ein Draufgänger: Fernando Alonso.
Ein Draufgänger: Fernando Alonso.
© Getty Images, Bongarts

25. September 2021 - 10:10 Uhr

Weil sich Ferrari tüchtig verbaut hatte...

Irgendwann musste es ja passieren. Die Formel 1 war Anfang der 2000er-Jahre zu einer Formel Ferrari geworden, die Scuderia mit Star-Pilot Michael Schumacher gewann eingangs des neuen Jahrtausends so ziemlich alles - bis der Autobauer aus Italien beim Konzept für den Rennwagen zur Saison 2005 ordentlich danebenlangte.

Ein blutjunger und wild entschlossener Spanier

Nach fünf WM-Titeln in Serie staubte der 36-jährige Schumacher nur den Sieg beim Skandal-Rennen in Indianapolis ab, als lediglich sechs Autos teilnahmen. Ansonsten bestimmte ein blutjunger und wild entschlossener Spanier das Geschehen auf den Rennstrecken. Fernando Alonso aus Oviedo legte im Renault eine beinahe schumachereske Unersättlichkeit an den Tag. Der junge Mann, der mit drei Jahren mit dem Kartfahren begonnen hatte und anfangs nur mit Holzklötzen unter den Füßen die Pedale erreichte, gewann sieben Rennen und verpasste nur viermal das Podium.

Bereits nach dem drittletzten Saisonrennen am 25. September 2005 in Sao Paulo stand Alonso als Formel-1-Weltmeister fest. Und nicht nur das: Mit 24 Jahren und 59 Tagen löste der "Prinz von Asturien" den Brasilianer Emerson Fittipaldi als jüngsten Champion ab. Dem nicht immer pflegeleichten Alonso standen goldene Jahre bevor, und tatsächlich verteidigte er 2006 im Generationenduell mit Schumacher seinen Titel erfolgreich. Doch dabei blieb es bis heute.

Alonso traf mehrmals unglückliche Entscheidungen bei der Wahl seiner Teams, schon 2008 löste ihn Lewis Hamilton als jüngster Weltmeister ab, 2010 drückte Sebastian Vettel die Marke auf 23 Jahre und 134 Tage. Im Alter von 40 Jahren bestreitet Alonso 2021 seine 18. Formel-1-Saison, sein 32. und letzter Sieg liegt acht Jahre zurück. (tno/sid)