Ersatzfahrer-Vertrag offiziell, aber!

Der nächste Formel-2-Champion ohne Cockpit in der Formel 1

 DRUGOVICH Felipe bra, MP Motorsport, Dallara F2, portrait celebrating the championship title during the 13th round of the 2022 FIA Formula 2 Championship, from September 9 to 11, 2022 on the Autodromo Nazionale di Monza, in Monza, Italy - AUTO - FOR
Felipe Drugovich.
www.imago-images.de, IMAGO/PanoramiC, IMAGO/FLORENT GOODEN

Felipe Drugovich hat den Unterbau der Formel 1 in diesem Jahr nach Belieben dominiert. In der Formel 2 wurde der Brasilianer überlegen Meister und kann seinen Titel in der eng umkämpften Klasse schon ein Rennwochenende vor Schluss eintüten. Das gelang nicht einmal George Russell oder Mick Schumacher, die bis zuletzt um den größten Nachwuchspokal im Automobilsport kämpfen mussten. Dass Drugovich bei der Vergabe der Cockpits leer ausgeht, zeigt die unglaubliche Härte in der Königsklasse. Doch ein kleines Happy End gibt es für ihn.

Wie de Vries unbeachtet - bis jetzt!

Seit 2016 wurde bis auf zwei Ausnahmen jeder Champion der F2 auch in die F1 berufen. 2017 mit einigen Rennen Verzögerung Pierre Gasly, 2018 Charles Leclerc, 2019 George Russell und 2021 Mick Schumacher. Einzig Nyck de Vries, der Sieger des Championats 2019, und Oscar Piastri (2021) bekamen im Folgejahr keine Beförderung und standen bis Sonntag ohne einen einzigen F1-GP da. De Vries’ herausragende Leistung beim Großen Preis von Italien sollte aber gezeigt haben, dass mit ihm ein riesiges Talent auf der Strecke blieb, das im Zirkus der ganz Großen sicher mitspielen könnte. Und ie Posse um Piastri, der gleich von mehreren Teams umgart wurde, ist sowieso bekannt.

Felipe Drugovich hat im Gegensatz zu seinen mittlerweile sehr namhaften Vorgängern keinen Hersteller im Rücken. Der Brasilianer ist in keinem Junior-Programm – bis jetzt! Offenbar hat Lawrence Stroll Lunte gerochen und Drugovich am Monza-Wochenende für Aston Martin verpflichtet. Zwar nicht als Stammfahrer, aber immerhin als erster Pilot der hauseigenen Nachwuchs-Akademie.

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Indycar-Serie einzige lukrative Vollzeit-Option

Sofern aber Fernando Alonso und Lance Stroll nicht ausfallen, wird es mit Ausnahme einiger Testfahrten im Vorjahresauto bei einer Zuschauerrolle für Drugovich bleiben. Wie schon bei Piastri eigentlich eine Schande, auch wenn im Gegensatz zum Rookie-Champion aus Australien Drugovich drei Saisons für den Titel benötigte. Champion ist Champion.

Um die Stamm-Cockpits streiten sich andere. Mick Schumacher, Daniel Ricciardo und neuerdings offenbar auch Nico Hülkenberg und Nyck de Vries. Immerhin hat Drugovich nun eine sportliche Heimat. Für ein Vollzeit-Engagement muss der 22-Jährige aber wohl zu den IndyCars wechseln. Denn das nötige Kleingeld, um sich einen Sitz zu kaufen (wie Lance Stroll oder Nicolas Latifi) hat er nicht. (lde)