Die Stimmen zum Türkei-Qualifying

Vettel: "Das ist nicht frustrierend, es war vorher klar"

Sebastian Vettel
Sebastian Vettel
© picture alliance, R4039 Jerry Andre

09. Oktober 2021 - 16:47 Uhr

Mercedes holt das Maximum raus

Mercedes hat den Job erledigt, mit der Bottas-Pole im Qualifying in Istanbul und Platz 11 für Hamilton das Maximum nach der Startplatzstrafe heraus geholt. Zufrieden ist man auch bei Red Bull, obwohl Verstappen und Perez die Pace von den Mercedes nicht richtig mitgehen konnten. Im deutschen Lager gab es dagegen geteilte Meinungen – die Stimmen, Reaktionen und Analysen zum Qualifying beim Großen Preis der Türkei (Sonntag, 14 Uhr im Liveticker auf rtl.de).

Bottas genießt, Verstappen zufrieden

Valtteri Bottas (Mercedes/Startplatz 1): "Es war ein gutes Qualifying, keine einfachen Bedingungen mit den feuchten Stellen in Q1. Die letzte Runde, da hatte ich im letzten Sektor etwas Untersteuern. Trotzdem habe ich es sehr genossen. Als Team ist uns gelungen, was wir geplant haben. Ich bin auf der Pole morgen, also alles gut. Ich konzentriere mich morgen auf mein Rennen, wir haben eine gute Pace."

Max Verstappen (Red Bull/Startplatz 2): "Am Anfang waren recht schwere Bedingungen. Im Vergleich zu gestern haben wir uns verbessert, die Runden waren okay. Es war aber keine Zeit für die Pole. Schauen wir mal, wie sich das Wetter entwickelt. Ich bin zufrieden. Es sollte besser sein morgen, der Reifenverscheiß sollte ziemlich stark sein."

Vettel findet den Rhythmus nicht

Charles Leclerc (Ferrari/Startplatz 3): "Es war sehr schwierig in Q1 und Q2. Wir haben uns für weniger Abtrieb entscheiden. Die richtige Wahl für morgen, denke ich, aber in Q1 und Q2 war es so sehr schwer. Ich bin zuversichtlich, ob wir aber Mercedes und Red Bull angreifen können – wenn die Bedingungen so sind wie heute, denke ich eher nicht."

Sebastian Vettel (Aston Martin/Startplatz 10): "In den Teilen, wo es noch nass war, kam ich nicht so gut zurecht, tat mich schwer, den Rhythmus herauszufahren. Ich weiß nicht, wo die Unterschiede zu Stroll sind. Es gibt keine wirkliche Kurve oder einen Trend, wir sind wie vor der Sommerpause unterwegs. Wir würden uns gerne zwei Zehntel wegschneiden, aber wir wissen, dass nichts mehr kommt. Das ist nicht frustrierend, es war vorher klar."

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Schumacher findet es "witzig"

Lewis Hamilton (Mercedes/Startplatz 11): "Vom Gripniveau her ist die Strecke komplett anders als letztes Jahr. Aber es gab noch ein paar feuchte Stellen, deshalb war es in Q1 tricky. Ich bin insgesamt sehr zufrieden und glücklich. Morgen wird es schwierig, aber ich werde alles geben. Wir haben im letzten Rennen bei Max gesehen, was möglich ist."

Mick Schumacher (Haas/Startplatz 14): "Ich bin sehr glücklich. Wir als Team haben uns das erarbeitet. Wir sind im richtigen Moment, mit dem richtigen Reifen rausgefahren. Zum Glück sind keine Kameras da, als ich es gehört habe. Ich habe mich sehr gefreut. Wir machen einen Schritt nach dem anderen. Hoffentlich läuft es morgen auch so. Das Auto auf der Strecke zu halten, war heute entscheidend. In Kurve 1 und 2 gelten Track Limits, die darf man nicht überfahren. Q2 zu fahren, es war anders, witzig und ungewohnt. Ich mache es gerne zur Gewohnheit. Die Strecke frisst die Reifen sehr hart, die müssen wir morgen möglichst lange in Form halten, um mitfahren zu können."

Marko hat eine bestimmte Hoffnung - AlphaTauri liegt voll daneben

Helmut Marko (Motorsport-Berater Red Bull): "Es wäre am Schönsten vorne weg zu fahren. Aber natürlich – wenn wir nicht vorbei kommen, werden wir auf Abstand und Sicherheit gehen, um uns gegen Hamilton verteidigen zu können. Wir rechnen damit, dass er nach vorne kommt. Das Tempo von Mercedes war schon sehr anständig. Wir müssen schauen, wie das Wetter wird, da hat die Vorhersage bisher nicht wirklich gestimmt. Es gibt ein paar starke Leute. Gasly, Leclerc, Alonso, der ja kein großer Hamilton-Fan ist. Wir hoffen, dass Hamilton nicht so schnell nach vorne kommt."

Franz Tost (Teamchef AlphaTauri): "Es passt so halbwegs. Gasly war schon ein paar Mal Fünfter, leider hat er den 4. Platz wegen eines Fehlers im letzten Sektor verpasst, sonst wäre er vor Leclerc gewesen. Und Yuki Tsunoda hat eine Lebenszeichen gesendet, das haben wir erwartet. Ich hoffe, dass beide in die Punkte fahren können. Der Asphalt hat sich sehr stark verändert, deshalb lagen wir gestern vom Setup voll daneben. Die Techniker haben gute Lösungen gefunden, sodass wir heute laut der Fahrer ein gutes Auto hingestellt haben. Ich erwarte morgen eine 1-Stopp-Strategie medium-hart und glaube nicht, dass es da eine andere Option gibt. Es kann sein, dass ein Schauer dazwischenfunkt. Persönlich ist mir das egal, unser Auto funktioniert im Nassen und im Trockenen."