Letzter Auftritt 1993

Comeback nach 30 Jahren: Kehrt die Formel 1 2023 nach Afrika zurück?

In Kyalami (Bild) hat sich seit dem Formel-1-Abschied einiges getan.
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21. Februar 2021 - 19:59 Uhr

Noch kein Vertrag unterschrieben

Gibt es in Zukunft wieder ein Gastspiel der Formel 1 in Afrika? Laut Informationen von "F1Planet.com" könnte das ab 2023 wieder der Fall sein. Fix sei zwar noch nichts, jedoch würde es offenbar einen klaren Favoriten für die Austragung geben: der Kyalami Grand Prix Circuit in Südafrika. Hier war die Königsklasse früher schon zu Gast.

F1-Boss Domenicali wünscht sich Rückkehr

Der letzte F1-Auftritt liegt aber schon weit in der Vergangenheit zurück. 1993 gewann Alain Prost im Williams den bis heute finalen Großen Preis von Südafrika. Der neue F1-Chef Stefano Domenicali liebäugelt wohl mit einer Rückkehr des GPs: "Ich denke, es ist sehr wichtig, entweder einen neuen Ort oder einen Ort mit Tradition zurück in die Formel 1 zu bringen."

Wenn es nach dem Chef des verantwortlichen Streckenbetreibers geht, Warren Scheckter – Sohn von F1-Weltmeister Jody Scheckter – darf es gerne schon ein Comeback vor 2023 sein: "Das Ziel ist weiterhin 2022, aber aufgrund der Pandemie-Folgen ist 2023 wahrscheinlicher."

 1993 South African Grand Prix. Kyalami, South Africa. 12-14 March 1993. Ayrton Senna McLaren MP4/8 Ford leads Alain Prost Williams FW15C Renault and Michael Schumacher Benetton B192B Ford. Ref-93 SA 01. World Copyright - LAT Photographic ACHTUNG AUF
Der letzte Auftritt in Afrika 1993: Ayrton Senna führt vor Alain Prost, dahinter fährt ein gewisser Michael Schumacher.
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Kyalami muss für die Formel 1 umbauen

Laut Scheckter Junior wäre Kyalami auch der "logischste Ort" für ein Rennen auf dem Kontinent, da die anderen Rennstrecken in Afrika nicht dem Anspruch der F1 entsprechen. In diesem Aspekt hat aber selbst Kyalami noch aufzuholen, denn aktuell besitzt der Kurs nicht die erforderliche "Grade One"-Sicherheitslizenz, die zur Austragung eines F1-Rennens benötigt wird. Durch punktuelle Umbauarbeiten wäre das jedoch kurzfristig zu lösen. Eine zweite Variante wäre der Bau eines komplett neuen Kurses oder die Planung eines Stadtrennens. Berichte über einen möglichen GP in Marokko sind bis heute reine News aus der Gerüchteküche.

Die Formel 1 selbst würde mit einem Rennen in Afrika viele kritische Stimmen verstummen lassen. Denn von vielen, darunter explizit auch Weltmeister Lewis Hamilton, wird ein Rennen auf dem Kontinent seit längerer Zeit gefordert. Afrika ist der einzige Kontinent, auf der die Königsklasse aktuell keinen Grand Prix durchführt. Erste Annäherungsversuche gab es bereits: Im Februar 2020 ließen Mercedes, Red Bull und Renault ihre Boliden durch die Straßen von Johannesburg flitzen.